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Projekt beweist: Gmail macht Datenspionage leicht

Das "Immersion"-Projekt des MIT (Massachusetts Institute of Technology) zeigt wie viele Informationen allein aus den Meta-Daten eines GMail-Accounts ausgelesen werden können.

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Gmail macht Datenspionage leicht
GMail macht Datenspionage leicht
© Google

Ohne Zugriff auf den eigentlichen  Inhalt der E-Mails kann aus den Meta-Daten eines Gmail-Accounts ein ausführliches Nutzerprofil erstellt werden. Die Erstellung einer solchen User-Statistik dauert nicht einmal eine Minute. Doch was sind die Meta-Daten aus denen sich "Immersion" die benötigten Daten zieht? Das Programm überprüft das Datum und die Uhrzeit, den Absender und den Empfänger sowie auf Cc gesetzte E-Mail-Adressen. Der Betreff und der eigentliche Inhalt einer Mail werden nicht in die Analyse einbezogen.

Anschließend erstellt "Immersion" eine interaktive Grafik, welche das Nutzerverhalten und die E-Mail-Historie des Users widerspiegelt. Hierbei werden unter anderem folgende Informationen angezeigt:

E-Mails

Kontakte

Auf der Webseite des "Immersion"-Projektes können Sie das Ganze auch selbst mit Ihrem eigenen Googlemail-Account ausprobieren. Die Mitglieder des Projektes versichern hierbei, dass das erstellte Nutzer-Profil samt aller Daten lediglich für das Erstellen der Grafik genutzt und anschließend umgehend wieder gelöscht wird.

Das Projekt möchte eine Zeitreise durch die eigene E-Mail-Historie ermöglichen, jedoch zeigt "Immersion" auch auf, wie leicht es sein kann, Informationen aus einem E-Mail-Account herauszufiltern. Gerade in Zeiten von Überwachungsskandalen, NSA und Angst vor Datenspionage macht das Projekt noch einmal deutlich, dass Userdaten auch bei großen Konzernen nicht unbedingt sicher sein müssen.

8.7.2013 von Ramona Kohlen

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