High-End-Grafikkarte

Geforce RTX 2080 Ti: Schlechte Verfügbarkeit – weitere Engpässe?

Die Verfügbarkeit der Geforce RTX 2080 Ti ist schlecht. Mittlerweile gibt es Hinweise darauf, dass die Boardpartner keine oder nicht genügend Chips erhalten.

© Nvidia

Die Geforce RTX 2080 Ti bietet in der Founders Edition einen neuen Kühler mit dem neuen RTX- statt GTX-Schriftzug.

Für den Release der Geforce RTX 2080 Ti galt offiziell schon der 20. und 27. September als Release-Date, nachdem die High-End-Grafikkarte in der „Founders Edition“ im Online-Shop von Nvidia schnell ausverkauft war. Bis dahin konnte Nvidia nur wenige Vorbesteller bedienen, andere Käufer wurden in den Oktober vertröstet. Entsprechend Kurzentschlossene sollten bis zum 5. Oktober ihre Bestellung erhalten, (erste) Engpässe seien bis dahin überwunden. Dies sagte Nvidia im Geforce-Forum.

Mittlerweile ist der 11. Oktober und auf Nvidia.de lassen sich weiterhin keine Bestelloptionen finden. Ähnliches gilt für Karten anderer Hersteller mit dem gleichen Flaggschiff-Prozessor der Turing-Generation. Nur vereinzelt finden sich in Preisvergleichen lieferbare Modelle; welche, das ändert sich hin und wieder. Quintessenz ist jedoch bislang stets die gleiche: Von einer flächendeckenden Verfügbarkeit sind die Händler weit entfernt. Zudem könnte das eine oder andere Angebot auch mit einem fragwürdigen Preisaufschlag versehen sein.

Der erwähnte Forenpost von Nvidia legt nahe, dass zumindest weitere Vorbesteller Ihre Grafikkarten erhalten haben. Zum Status der Produktion des Turing-Chips und zur Auslieferung an Board-Partner enthält der Beitrag jedoch keine Infos. Diese liefern die Board-Hersteller laut hardwareluxx.de selbst. Auf verschiedene Nachfragen wurde den Redakteuren verraten, dass die Hersteller kaum Karten liefern können. Sie erhalten demnach kaum Bundles aus der entsprechenden GPU (TU102-GPU) und dem notwendigen GDDR6-Speicher, um die angepeilten Stückzahlen fertigen und liefern lassen zu können. Interessierte Nutzer werden in den November vertröstet. So, wie es anfänglich auch zum Release der Geforce RTX 2070 hieß, bevor Nvidia den Start für den 17. Oktober terminierte.

Normalerweise deuten Lieferschwierigkeiten auf eine hohe Nachfrage. Allerdings wäre dies beim besagten Flaggschiff-Chip beachtlich. Immerhin stößt Nvidia mit den neuen Gaming-Grafikkarten erstmals in Preisregionen, die zuvor einer Titan-Variante vorbehalten war. Außerdem bescheinigen die meisten Tests eine verhältnismäßig teure Mehrleistung gegenüber der Vorgängergeneration. Dass Spieler für die ersten Raytracing-fähigen PC-Games noch mindestens bis November (Battlefield 5) warten müssen, kommt noch erschwerend hinzu.

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