Gaming-Grafikkarten

Geforce RTX 2060: Nvidia verkauft Vorgänger statt neuer Mittelklasse

Der Release einer Geforce RTX 2060 bleibt ungewiss. Aktuell lässt Nvidia durchblicken, neben RTX 2080 (Ti) und 2070 weiterhin mit den Vorgängern zu planen.

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Geforce GTX 1060
Die Geforce GTX 1060 gehört zu den beliebtesten Gaming-Grafikkarten. Bekommt sie einen Raytracing-fähigen Nachfolger?
© Nvidia

Die neuen Nvidia-Turing-Grafikkarten Geforce 2080 TI, 2080 und 2070 lassen bislang eine Mittel- und Einsteigerklasse vermissen. Eine solche Lücke würde eine Geforce RTX 2060 (und niedriger) füllen, doch auf den Release einer solchen Gaming-Grafikkarte müssen wir wohl noch warten. Nvidias Finanzchefin Colette Kress ließ in einer Konferenz durchblicken, dass bis zum Weihnachtsgeschäft 2018 auch die Vorgänger der Pascal-Generation verkauft werden.

Mit den Vorgängern sind die Grafikkarten der „Geforce GTX 10xx“-Serie gemeint, die seit Sommer 2016 auf dem Markt sind. Der mittlerweile abgeflaute Mining-Boom und damit zusammenhängende Überproduktionen in den vergangenen Monaten führten bei diversen Herstellern für volle Lager. Der von Nvidia genannte Plan ist aus wirtschaftlicher Sicht also sinnvoll, sofern Nvidia und die Hersteller ihre Restbestände nicht „verschleudern“ wollen.

Leistungstechnisch und ohne Raytracing-Implementierung in Games dürften sich die Pascal-Karten unterhalb der neuen Turing-Karten platzieren. Wie deutlich der Abstand ist, müssen weiterhin Tests zeigen, die wohl ab dem 19. September online gehen. Gamer, die keine 640 Euro (Preis für eine RTX 2070) ausgeben wollen, bekommen ab rund 250 bis 300 Euro eine neue Geforce GTX 1060, die noch für fast alle Spiele in Full-HD-Auflösung mehr als ausreichend ist. Mit steigenden Ansprüchen, angepeilten Auflösungen und Bildraten werden die nächstgrößeren Varianten interessant. Der Einsteigermarkt kann sich laut Nvidia entsprechend weiterhin bei Geforce GTX 1030 und aufwärts bedienen.

Lesetipp: Geforce RTX 2080 - Release, Preise, Raytracing-Spiele und mehr

Ob die Raytracing-Fähigkeiten einer Geforce RTX 2060 ausreichen, um spielbare Wiederholraten zu ermöglichen, bleibt abzuwarten. Während der gamescom 2018 sickerte durch, dass selbst das Flaggschiff mit Raytracing lediglich bei Full-HD ruckelfreie FPS-Werte erzielt. Spiele wie Battlefield 5 oder Shadow of the Tomb Raider fehlte es jedoch noch an finalen Optimierungen. Vielerorts herrscht daher die Ansicht, dass Nvidia eine Geforce 2060 ohne RTX-Kürzel planen könnte. Diese würde allerdings erst attraktiv werden, wenn für Pascal endgültig Schluss ist. Allerdings werden wir Details dazu wohl erst ab 2019 hören.

12.9.2018 von The-Khoa Nguyen

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