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Geforce GTX 1070 & 1080: Founders Editions nur Referenzkarten für „Early Adopter“

Die Founders Editions der neuen Geforce-Grafikkarten GTX 1070 und 1080 entsprechen lediglich bisherigen Nvidia-Referenzkarten. Es sollen keine hochgezüchteten Sondereditionen sein.

© Nvidia

Nvidia stellte neue Grafikkarten vor - und sorgt neben Vorfreude auch für einige Fragen.

Vor dem Release der Nvidia-Grafikkarten Geforce GTX 1070 und Geforce GTX 1080 hat der US-Hersteller meist immer ein Referenzdesign vorgestellt, das andere Unternehmen übernommen oder modifiziert und anschließend als "Custom Design" mit eigenem Preisschild in den Handel brachten. Das schien mit der Vorstellung der neuen Grafikchips auf Pascal-Basis Geschichte. Der Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang stellte in Texas scheinbar jeweils zwei Editionen für GTX 1070 und GTX 1080 in Aussicht: eine "Standard-" und eine "Founders Edition", die 50 bis 100 US-Dollar teurer werden soll.

Die Verwirrung über eine etwaige neue Geschäftspraxis ist nun offenbar vorbei. Denn die Website gamersnexus.com will in Erfahrung gebracht haben, dass es sich bei den Founders Editions um ein klassisches Referenzdesign für die Karte handeln soll. Die Chips würden nicht speziell auf eine bessere Übertaktbarkeit getestet und aussortiert, auch wenn Huang dies mit den Worten "besserer Übertaktbarkeit" klar andeutete. Die höheren Preise könnten durch einen besseren Kühler und würden mit einer besseren Verfügbarkeit zum Release ab dem 27. Mai (GTX 1080), beziehungsweise 10. Juni (GTX 1070), gerechtfertigt werden.

Das würde bedeuten, dass es sich bei den "Standard"-Varianten um die sogenannten Custom-Designs der verschiedenen Hersteller handelt, die Preise für GTX 1070 und GTX 1080 also den Empfehlungen für die Standard-Variante entsprechen: 379 US-Dollar für die GTX 1070 und 599 US-Dollar für GTX1080. Käufer der Founders Editions zahlen also mehr, um einfach schon zum genannten, frühen Erscheinungsdatum eine neue Grafikkarte zu haben. Es gebe auch keine direkte Limitierung der Edition.

Denn es sei ferner davon auszugehen, dass Custom-Designs der Grafikkarten (zumindest von der GTX 1080) erst Wochen nach dem 26. Mai verfügbar werden. Schließlich fange die Massenproduktion des GDDR5X-Speichers der GTX 1080 erst im Sommer an. Wie PC Games Hardware schreibt, könnte Nvidia mit einem höheren Preis ein anfangs wohl knappes Angebot kaschieren, da sich die teurere Founders Edition eher an Early Adopter richtet, die traditionell eher weniger auf das Geld schauen, dafür aber stets das Neueste und Schnellste haben wollen. Konventionelle Nutzer sollten daher noch einige Wochen auf die Custom-Designs warten, um eventuell weniger zu zahlen und durch Features wie leisere Kühllösungen oder eine werkseitige Übertaktung am Ende die bessere Grafikkarte zu haben.

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