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Firefox: Mozilla blockiert Facebook-Tracking mit Container-Erweiterung

Mozilla blockiert das Facebook-Tracking in Firefox mit der Erweiterung facebook-Container. Anlass dafür ist der aktuelle Datenskandal rund um Facebook.

Mozilla Firefox 57 Update

© Mozilla

Firefox bietet den Nutzern nun eine Erweiterung, mit denen der Browser das Facebook-Tracking lahm legt.

Mozilla blockiert das Facebook-Tracking im Firefox-Browser mit einer Erweiterung. Anlass dafür ist der aktuelle Datenskandal rund um Facebook, bei dem Dritte an private Daten von mindestens 50 Millionen Nutzer gelangt sind. Dabei öffnet Firefox Facebook in einem separaten blauen Tab, den Mozilla "Facebook Container" nennt und der Facebook von den restlichen Internet-Aktivitäten isoliert. 

Die Erweiterung ist ab sofort im Add-on-Shop von Mozilla kostenlos verfügbar. Mit einem Klick auf "+ Add to Firefox" fügen Sie die Erweiterung zu Ihrem Browser hinzu. Wenn Sie die Erweiterung installiert haben und Facebook in einem blauen Tab erscheint, stoppt Firefox nun die Tracking-Funktionen von Facebook. Damit ließe sich das Sammeln von Daten wie beim Cambridge-Analytica-Datenskandal zwar nicht verhindern, doch können Nutzer so besser steuern, welche Daten Facebook selbst sammelt. 

Dennoch können Sie den Browser wie gewohnt benutzen. Wie das Magazin The Verge berichtet, öffnet sich bei aktivierter Firefox-Erweiterung nach dem Klick auf einen Facebook-Link ein weiterer Tab ohne blaue Kennzeichnung. Facebook kann die weiteren Aktivitäten nicht mehr verfolgen. Wollen Sie im umgekehrten Fall einen Beitrag auf Facebook teilen, öffnet sich der blaue Tab, sobald Sie auf die Share-Schaltfläche klicken.

Facebook und Cambridge Analytica

Im aktuellen Datenschutz-Skandal um die Analyse-Firma Cambridge Analytica gaben die Verantwortlichen Daten von Persönlichkeitstests weiter, die auf Facebook geteilt wurden. Hinzu kommt, dass Vorgesetzte die Sicherheits-Bedenken von Facebook-Mitarbeitern zur Seite wischten. 

Lesetipp: Datenschutz und Privatsphäre - Tipps für Facebook

Inzwischen stellte sich heraus, dass die gesammelte Daten ohne Einverständnis der Teilnehmer bei Cambridge Analytica landeten. Dadurch konnte die britische Firma Persönlichkeitsprofile der Facebook-Nutzer erstellten. Ein weiterer Vorwurf gegen die Analyse-Firma lautet, Facebook-Nutzer so mit ausgewählten Inhalten manipuliert zu haben, dass es den US-Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton beeinflusste.

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