Warnung vor Malware

Neuer Facebook-Trojaner lockt mit Datei "IMG_XXXX.zip"

Facebook-Nutzer werden seit Kurzem von einem als Chatnachricht getarnten Virus terrorisiert, der sich in dem sozialen Netzwerk wie ein Kettenbrief verbreitet. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Facebook-Trojaner erkennen und was Sie tun können, wenn sich die Schadsoftware bereits auf ihrem Rechner eingenistet hat.

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Neuer Facebook Trojaner
Trojaner-Software offenbar drei Jahre alt
© iluistrator - Fotolia.com

Was den neuen Trojaner auf Facebook so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass er nicht von einem unbekannten Nutzer stammt. Seine rasche Verbreitung lässt sich vor allem dadurch erklären, dass die Nachricht von jemandem aus der eigenen Freundesliste kommt, dem man womöglich blind vertraut.

Der Trojaner verbreitet sich aktuell nach folgendem Schema: Im Chat erscheint eine Nachricht mit dem Link zu einer Datei "IMG_XXXX.zip" (XXXX steht für einen vier- bis fünfstelligen Zahlencode). Häufig enthält die Nachricht auch Texte der Sorte "Das musst du unbedingt sehen" oder "Zum Totlachen". Wer die Datei herunterlädt, entpackt und die enthaltene .exe-Datei ausführt, infiziert seinen Rechner mit der Malware. Anschließend verbreitet sich der Trojaner selbständig über den Facebook-Chat.

Da das Spähprogramm die Nachricht automatisch weiterleitet, ist dem Absender nicht einmal bewusst, dass seine gesamte Freundesliste eine Nachricht von ihm erhalten hat. Ist nun einer der Empfänger unvorsichtig und fängt sich ebenfalls den Virus ein, kann sich dieser in Windeseile verbreiten.

Bei dem Trojaner handelt es sich um Spyware, die unbemerkt Ihre persönlichen Daten ausspioniert. Die gesammelten Informationen, wie z.B. Bankverbindung oder Geburtsdatum, gibt die Software anschließend an Dritte weiter. Die beste Präventivmaßnahme ist es natürlich, den Link erst gar nicht anzuklicken.

Wenn Sie den Link angeklickt, die ZIP-Datei aber bisher nur heruntergeladen haben, sind Sie noch auf der sicheren Seite. Ein Virenscan kann nie schaden, doch wird es für Sie erst kritisch, wenn Sie die Datei entpackt haben. Das Wichtigste ist deshalb, dass Sie diese auf keinen Fall öffnen. Teilen Sie zudem dem Absender mit, dass er sich Spyware eingefangen hat.

Wenn Sie diese Warnung zu spät erreicht und Ihr Rechner bereits betroffen ist, sollten Sie unbedingt einen umfassenden Virenscan durchführen. Mit Hilfe einer aktuellen Antiviren-Software wie etwa Avira Antivir Free können Sie die Malware orten und anschließend beseitigen.

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11.3.2014 von Leif Bärler

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