Nvidia folgt AMD

Ethereum-Mining: Geforce-Grafikkarten mit hohen Preissteigerungen

Ethereum-Mining steigert die Nachfrage nach Gaming-Grafikkarten. Nach AMDs Radeon RX droht auch bei Nvidias Geforce 1060/1070 Dürre. Die Folge: hohe Preise.

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Eine Spielerechner ohne passende Grafikkarte macht keinen Spaß. Eine solche ist derzeit jedoch nicht so preiswert zu bekommen.

Ethereum-Mining macht Spielern auf der Suche nach einer leistungsfähigen Grafikkarte das Leben schwer. Wer in diesen Tagen eine starke Mittelklasse-GPU kaufen möchte, schaut bei Angeboten mit AMDs Radeon RX-Chips 470/570 und 480/580 schon lange in die Röhre. Im Handel sind sie so gut wie nicht mehr lieferbar und auf dem Gebrauchtmarkt finden sich Preise, die höher als für Neuware zum Marktstart liegen. Es hat sich bereits angedeutet und nun erwischt es langsam auch Käufer, die auf eine Nvidia-Karte schielen.

Gerade beliebte Modelle der höheren Mittelklasse wie Nvidia Geforce GTX 1060 oder 1070, die im Normalfall einen sehr guten Kompromiss aus Preis und Leistung offenbaren, scheinen dem Weg von AMD-Karten zu folgen. Im Handel ist bezahlbare Neuware nur noch mit Wartezeiten von Wochen oder gar Monaten zu bekommen. Lieferbare Angebote für eine 1070 fangen für einfache Modelle bei deutlich über 500 Euro an. Modelle für anspruchsvolle Nutzer schlagen schon mit weit über 600 Euro zu Buche. Gestartet ist die 1070 vor einem Jahr mit einem Preis ab 500 Euro. Vor dem Mining-Boom ließen sich Karten für deutlich unter 400 Euro bekommen.

Bei der Geforce 1060 sieht es nicht freundlicher aus. Vor rund einem Jahr für 269 Euro gestartet, bekommen Sie vereinzelt einfache und lieferbare Modelle erst ab rund 300 Euro. Wer als Spieler Wert auf hohe Werksübertaktung und niedrige Lautstärke legt, muss schon deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bis zu 420 Euro sind beispielsweise für eine lieferbare EVGA Geforce GTX 1060 SSC zu zahlen.

Lesetipp: Ethereum-Mining: Stromverbrauch senken mit Nvidia-Grafikkarten

Im Normalfall würden Spieler jetzt auf Websites wie Ebay oder das dazugehörende Kleinanzeigen-Portal schauen. Doch dort finden sich nur mit Glück Verkäufer, die nicht vom Mining-Boom profitieren wollen. Gebrauchte Grafikkarten der Serien 1060 und 1070 finden sich dort zu Preisen, die teilweise sogar jetzigen Händlerangeboten für Neuware entsprechen.

Lesetipp: Ethereum-Mining - Anleitung

Ein Ende der Grafikkarten-Dürre ist vorerst nicht in Sicht. Womöglich werden betroffene Nvidia-Karten unabhängig vom Preis schon bald genauso schwer zu bekommen sein wie die von AMD. Hoffen lässt sich auf den Zeitpunkt, an dem Mining mit Grafikkarten nicht mehr profitabel ist, und leistungsfähigere Spezialrechner (Stichwort: ASIC-Miner) das Feld übernehmen müssen – oder, wenn AMD und Nvidia in großer Stückzahl nachproduzieren können. Doch genaue Angaben, wann es soweit ist, gibt es weder zum einen noch zum anderen.

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