Weiterhin zu Mondpreisen

Ethereum-Grafikkarten: Erste Radeon RX 580 wieder lieferbar, aber ...

Das Interesse an Ethereum-Mining nimmt wohl ab. Händler bekommen wieder lieferbare AMD Radeon RX 580 und Co. rein. Doch die Preise sind weiterhin gesalzen.

© AMD

Relativ günstig und beim Mining in Sachen Preis/Leistung unschlagbar: die Radeon RX 580.

Wer eine AMD-Grafikkarte von Schlage einer Radeon RX 580 kaufen wollte, muss wegen des weltweiten Hypes um Ethereum-Mining viel Geduld mitbringen. Anfangs kaum lieferbar, dann überteuert und komplett ausverkauft, gibt es nun erste Entwicklungen, die Besserung versprechen. Am Montag gab der IT-Händler Alternate auf Facebook bekannt, die Sapphire Radeon RX 580 Nitro+ mit 8 GB RAM wieder auf Lager zu haben. Ein Blick auf Preisvergleiche bestätigt, dass einzelne Händler wie Media Markt und andere Shops geringe Lagerbestände vorweisen können.

Unüberlegt und ob gerissenen Geduldfadens sollten preisbewusste Spieler jedoch noch nicht zuschlagen. Die Preise liegen für die Karte bei rund 400 Euro und aufwärts, was auch einige Facebook-Nutzer nicht erfreut. Zum Start vor wenigen Monaten war die Sapphire Radeon RX 580 für knapp über 300 Euro zu haben, vor dem Mining-Boom sogar teilweise für rund 250 Euro. An der Gesamtsituation auf dem Grafikkartenmarkt scheint sich also nur etwas an der Verfügbarkeit zu ändern. Es bleibt abzuwarten, ob die Karten wieder günstiger werden oder gar von den nächsten Krypto-Minern wieder aufgekauft werden.

Im Moment scheint sich das Interesse an Ethereum-Mining hierzulande erledigt zu haben – zumindest für private Miner, die nicht auf eine Ethereum-Alternative umsteigen oder Ihre Mining-Hardware zu jetzigen Preisen aufrüsten. Ein Kursverlust seit Mitte Juni von 350 auf jetzt rund 160 Euro minimiert die Gewinnspanne in Deutschland aufgrund der hohen Strompreise erheblich. Der jetzige Ethereum-Kurs ist aber kein Grund, warum große Mining-Farmen im Ausland – die Grafikkarten schon vor der Lieferung an Händler in Europa abgreifen -  aufhören sollten.

Vielmehr wird vermutet, dass ob einer großen Änderung beim Kryptowährungs-Platzhirsch Bitcoin – Segwit2X – eine Art Ruhe vor dem Sturm herrscht. Viele Mining-Betreiber warten demnach ab, bevor sie aufrüsten. So kommen dann womöglich einfach Produktionschargen an den Großabnehmern vorbei und landen in hiesigen Shops. So bitter es klingt: Wer nicht muss, sollte den Markt noch weiter beobachten, bevor er sich eine der betroffenen Grafikkarten kauft. Das sind vor allem solche mit AMDs "Radeon RX 470"- sowie Nvidias "Geforce GTX 1060"-Chips aufwärts.

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Quelle: PC Magazin
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