Frühjahrsumfrage

E-Mail bleibt Nummer 1 der Unternehmenskommunikation

Deutsche IT-Entscheider sind der Ansicht, E-Mail wird auch in absehbarer Zukunft das wichtigste Kommunikationsmittel im geschäftlichen Bereich bleiben. Mehr als die Hälfte sieht allerdings laut einer Umfrage ein weiter zunehmendes Risiko durch gefährliche Mails.

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eleven Frühjahrsumfrage Ergebnisse

Das Berliner Sicherheitsunternehmen eleven fragt zweimal im Jahr IT-Entscheider deutscher Unternehmen nach ihrer Einschätzung der Situation in Bezug auf das Medium E-Mail. Bei der diesjährigen Frühjahrsumfrage haben über 84 Prozent der Befragten angegeben, E-Mail werde auch in den kommenden Jahren das wichtigste geschäftliche Kommunikationsmittel bleiben. Lediglich knapp sieben Prozent nehmen an, Instant Messaging werde zur Nummer 1 aufsteigen, vier Prozent sehen soziale Netzwerke in drei Jahren an der Spitze.

Doch zugleich dürfte die Bedrohungslage durch gefährliche Mail-Inhalte weiter anwachsen. Mit über 56 Prozent sehen mehr als die Hälfte der Befragten eine zunehmende Gefahr durch Mails. Ein knappes Drittel erwartet ein gleich bleibendes Risikoniveau, während lediglich sieben Prozent von einer Abnahme des Gefahrenpotenzials ausgehen.Beim Spam-Aufkommen ist die Einschätzung der Umfrageteilnehmer verhalten optimistisch. Die Spam-Flut ist in den letzten Monaten stark zurück gegangen. Dies hat jedoch offenbar nur jeder fünfte IT-Entscheider auch so wahrgenommen. Fast die Hälfte meint, das Spam-Volumen stagniere, über 22 Prozent sind sogar der Meinung, es habe zugelegt.Das größte Gefahrenpotenzial für Unternehmen in den nächsten Jahren stellen soziale Netzwerke dar, über die Spam und Malware verbreitet wird. Das meinen jedenfalls fast 46 Prozent der Befragten. An zweiter Stelle folgen gezielte Phishing-Angriffe (so genanntes Spear Phishing) mit knapp 32 Prozent. Jeweils um die zehn Prozent der IT-Entscheider sehen den Diebstahl wichtiger Unternehmensdaten sowie ein hohes Spam-Aufkommen als größte Gefahr.Produktivitätseinbußen der Mitarbeiter betrachtet knapp die Hälfte der Befragten als das größte, durch Spam verursachte Problem. Auf den Plätzen folgen die Belastung der IT-Infrastruktur mit 22,3 Prozent sowie der Verlust wichtiger geschäftlicher Mails (durch Filtermaßnahmen) mit 18,5 Prozent. Bereits 44,5 Prozent der Umfrageteilnehmer gibt an, ihr Unternehmen habe bereits mindestens einmal eine wichtige Mail verloren.

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Umfragergebnisse: Gefahrenlage für Unternehmen

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