DynDNS

Adressen-Umleitung von NoIP.com durch Microsoft erzwungen

Der DNS-Dienst NoIP wurde von Kriminellen missbraucht, nun erzwang Microsoft eine Umleitung der DynDNS-Adressen und verärgerte damit viele unbeteiligte User.

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NoIP.com
NoIP.com
© Screenshot: WEKA, http://www.noip.com/managed-dns/

Microsoft leitet derzeit zahlreiche DynDNS-Adressen des Anbieters NoIp.com um: Ein Schlag gegen Malware erzeugt Probleme für Millionen von Nutzern. Ein US-Bezirksgericht in Nevada hatte Microsoft die Kontrolle von über 20 Domains zugesprochen, die von dem Anbieter Dynamischer DNS "NoIP" betrieben wurden. Laut Microsoft wurde über die kostenlosen NoIP-Domaines Malware verteilt, die mehr als 7,4 Millionen PCs weltweit infiziert hatte.

Allerdings waren nach der Domain-Übernahme durch Microsoft viele NoIP-Domains nicht mehr erreichbar. Für viele der rund 18 Millionen Nutzer fiel NoIP damit aus, selbst die Webseite des Dienstes war zeitweilig nicht erreichbar. Da Microsoft  nun das Recht hat, alle Anfragen an no-ip.org aufzulösen, um die behaupteten Malware-Aktivitäten auszufiltern und zu blockieren, müsste das Unternehmen die Weiterleitung der DNS-Anfragen an die vielen "guten" Kunden sicherstellen.

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Viele Sicherheitsexperten kritisieren die Aktion. No-IP sei "ein Teil der eigenen DNS-Infrastruktur auf legalem Wege weggenommen worden", meinte Claudio Guarneri, ein Sprecher von "Radically Open Security". Microsoft begründete sein Vorgehen damit, dass man "gegen zwei Individuen" vorgegangen sei, die über NoIP die Trojaner Bladabindi (NJrat) und Jenxcus (NJw0rm) verbreitet hätten. Vorherige Hinweise und Anfragen an NoIP wären nicht beantwortet worden.

NoIP hingegen behauptet, dass man stets "proaktiv mit anderen Firmen" zur Malware-Bekämpfung zusammengearbeitet hätte. Microsoft habe nie Kontakt aufgenommen oder eine Blockade bestimmter Subdamains verlangt. Hingegen seien von den Maßnahmen "Millionen unschuldiger Nutzer" betroffen. Wie aus dem NoIp-Blog hervorgeht, halten die Blockaden an. Der Dienst bietet seinen Kunden dort auch einige noch "frei arbeitende" Domains an.

2.7.2014 von Joachim Drescher

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