Malware-Angriffe

Deutsche sind im Netz relativ sicher

Deutschland ist für Internet-Nutzer eines der sichersten Länder, meinen die Sicherheitsfachleute von Kaspersky Lab. Sie haben die beobachteten Web-Angriffe des ersten Quartals 2011 ausgewertet und dabei festgestellt, dass in diesem Zeitraum deutsche Web-Surfer nach den japanischen den wenigsten Angriffen ausgesetzt waren.

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Deutsche sind im Netz relativ sicher
Deutsche sind im Netz relativ sicher
© Kaspersky Lab

Der Antivirushersteller Kaspersky Lab hat seinen Malware-Report für das erste Quartal 2011 nun auch in deutscher Sprache veröffentlicht. Für diesen Bericht haben die Malware-Fachleute von Kaspersky die gesammelten Daten aus dem Kaspersky Security Network (KSN) ausgewertet, zu dem die Rechner beitragen, die mit Sicherheitsprogrammen des Herstellers ausgestattet sind.Zu den für den Bericht untersuchten Aspekten gehören Herkunft und Ziel der über 254 Millionen festgestellten Malware-Angriffe im Internet. Die Top 10 der Herkunftsländer sind für 89 Prozent aller Angriffe verantwortlich. Mit Abstand die meisten Attacken kommen aus den USA (28,6 Prozent), gefolgt von Russland (17,3 Prozent) und den Niederlanden (11,9 Prozent). China liegt mit weiter fallender Tendenz auf dem vierten Platz. Auch in Deutschland (Platz 6) zeigt der Trend nach unten.Dem statistisch höchsten Infektionsrisiko sind Internet-Nutzer in Russland ausgesetzt, wo knapp die Hälfte aller Nutzer im ersten Quartal einem Malware-Angriff aus dem Internet ausgesetzt waren. Dahinter folgen Oman, der Irak sowie etliche ehemalige Sowjet-Republiken. Zu den sichersten Ländern gehören Japan, Deutschland, Serbien, Tschechien und Luxemburg. Auch lokale Infektionen und Infektionsversuche sind untersucht worden. Hierbei geht es um Schädlinge, die zumindest nicht direkt aus dem Internet auf den Rechner gelangen, sondern etwa über verseuchte Datenträger (wie USB-Sticks) oder aus dem lokalen Netzwerk. Die Top 10 des höchsten Infektionsrisikos machen afrikanische und asiatische Länder unter sich aus. Hier liegt das Risiko bei über 50 Prozent, zum Teil sogar deutlich. Die wenigsten Infektionen sind auch hier in Japan und Deutschland zu verzeichnen, gefolgt von der Schweiz, Luxemburg und Dänemark.Allzu sicher sollten sich deutsche Internet-Nutzer dennoch nicht fühlen, denn immerhin jeder zehnte PC in Deutschland ist in den ersten drei Monaten dieses Jahr Ziel eines Infektionsversuchs gewesen. Die Zahl der weltweit neu entdeckten Schädlinge hat sich in den letzten Jahren jährlich in etwa verdoppelt.

19.5.2011 von Frank Ziemann

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