Spam-Report

Deutliche Zunahme deutschsprachiger Phishing-Mails

Spammer setzen zunehmend auf zielgerichtete Kampagnen für einzelne Länder und Regionen. Die wachsende Regionalisierung von Spam zeigt sich auch bei Phishing-Mails, die sich an Kunden deutscher Banken richten und in deutscher Sprache abgefasst sind. Außerdem versuchen Spammer an Zugangsdaten für Mail-Konten zu gelangen, vermutlich um darüber Spam zu verbreiten.

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Spam-Aufkommen Oktober / November 2011
Spam-Aufkommen Oktober / November 2011
© eleven

Das Berliner Sicherheitsunternehmen eleven hat seinen E-Mail Security Report Dezember 2011 veröffentlicht, in dem es die jüngsten Spam-Trends aufzeigt. Die beobachtete zunehmende Regionalisierung hat offenbar das Ziel die Erfolgsquote zu steigern. Deutschsprachige Phishing-Mails zielten in letzter Zeit unter anderem auf Kunden der Deutschen Bank, der Postbank und Mastercard.Mit über 69 Prozent ist der Anteil von Casino-Spam am gesamten Spam-Aufkommen weiterhin sehr hoch. Pharma-Spam erreicht nicht ganz die 10-Prozent-Marke (9,4 Prozent), alle anderen Themen bleiben unter drei Prozent. Beim Casino-Spam gibt es immer wieder längere Pausen zwischen einzelnen Spam-Wellen. Dadurch fällt das Gesamtaufkommen an Spam-Mails zwischenzeitlich auf etwa ein Fünftel der sonst üblichen Menge.Der Spam-Anteil am gesamten Mail-Aufkommen hat im Oktober erstmals seit der Abschaltung des Rustock-Botnetzes wieder die 90-Prozent-Marke überschritten und dieses Niveau auch im November gehalten. Unter den Herkunftsländern der Spam-Mails liegen Indien (11,6 Prozent), Brasilien (11,2 Prozent) und Vietnam (10,5 Prozent) an der Spitze. Deutschland landet mit 0,6 Prozent auf Rang 30. Malware-Mails kommen hingegen hauptsächlich aus Asien: China (18,5 Prozent), Bangladesch (13,9 Prozent) und Indien bilden das Spitzentrio (8,9 Prozent). Deutschland liegt mit 3,2 Prozent im November auf dem zehnten Platz und spielt somit auch eine wichtige Rolle. Gerade um die Weihnachtszeit ist wieder mit vorgeblichen Versandbenachrichtigungen von Paketdiensten zu rechnen, die einen schädlichen Anhang enthalten.

12.12.2011 von Frank Ziemann

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