Hackerangriff statt Katastrophenalarm

Lärm-Terror in Dallas: Hacker lösen 156 Notfallsirenen aus

In der Nacht auf achten April gab es auf das Katastrophenwarnsystem in Dallas einen Hacker-Angriff. Über zwölf mal schallten die Notfallsirenen in der ganzen Stadt.

© Theerawat - fotolia.com

Fehlarlarm: In Dallas wurden Sirenen für den Katastrophenfall durch Hacker aktiviert.

In der Nacht auf Samstag den achten April hackten bisher noch unbekannte Angreifer die Notfallsirenen in Dallas, USA. Die "The Dallas Morning News​"​ berichtet, dass alle 156 Sirenen in und um die texanische Stadt über zwölf Mal Alarm für je 90 Sekunden schlugen. Ein wirklicher Notfall als Auslöser für den Alarm konnte jedoch nicht gefunden werden. Nachdem Mitarbeiter des Katastrophenschutzes die Sirenen mehrmals ausstellten und sie immer wieder Alarm schlugen, stellte die Behörde das System am Samstagmorgen gegen 1:20 Uhr ab.​

Wegen der aktiven Sirenen riefen über 4.400 verunsicherte Bürger bei der Notrufzentrale ​an. Die Zentrale erklärte, dass es sich um einen falschen Alarm handele und die Bürger wegen der Sirenen nicht mehr anrufen sollten. Dennoch kam es in der Notrufzentrale zu Warteschleifen von bis zu 6 Minuten. Normalerweise werden Notrufe innerhalb von 10 Sekunden entgegengenommen.

Täter im Raum Dallas vermutet

Die Behörden in Dallas gehen von einem externen Angriff auf ihr System aus. Der Hacker wird jedoch im Raum Dallas vermutet. Mit genaueren Angaben halten sich die Behörden zurück. Der Bürgermeister von Dallas, Mike ​Rawlings​, äußerte sich besorgt ​ über die Situation und will die Sicherheitsvorkehrungen für die städtisch-digitale Infrastruktur in Zukunft verbessern. 

Das Notfallwarnsystem blieb den gesamten Samstag außer Betrieb, während es IT-Experten vor einem weiteren Hacking-Angriff schützten. Inzwischen soll das System wieder voll funktionsfähig sein. Dies ist dringend nötig, denn für das Tornado-gefährdete Dallas werden diese Woche starke Unwetter erwartet.

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