Entwickler doch nicht Schuld?

Cyberpunk 2077: Insider verrät wahren Grund für Bugs

Cyberpunk 2077 erschien zu Release stark verbuggt. Nun soll ein Bericht angeblich den wahren Grund dafür enthüllt haben.

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V aus Cyberpunk 2077 vor gelbem Hintergrund
Cyberpunk 2077 erschien am 10. Dezember 2020.
© CD Projekt Red

Update vom 30.06.

Mittlerweile hat sich die QA-Firma Quantic Labs zu den Vorwürfen geäußert. Gegenüber Videogameschronicle gab dessen CEO Stefan Seicarescu an, dass der Bericht über sein Unternehmen äußerst ungenau sei. Quantic Labs sei laut seiner Aussage "immer bestrebt, transparent und integer zu arbeiten".

Auf die genauen Anschuldigungen ging er dabei zwar nicht ein, erklärte aber, dass der Bericht den Ablauf von Qualitätstest falsch darstellen würde. In der Regel arbeiten immer mehrere QA-Unternehmen mit einem Publisher zusammen und seien zusammen für die Qualität des Endprodukts verantwortlich.

Ein Sprecher von CD Projekt RED, der am Montag um einen Kommentar zum Bericht gebeten wurde, erklärte gegenüber VGC, dass das Unternehmen "Gerüchte nicht kommentiert".

Originalmeldung vom 28.06.

Das Rollenspiel "Cyberpunk 2077" erschien 2020 auf dem Markt und hatte ab dem Release mit vielen Bugs zu kämpfen. Neuen Informationen über den Entwicklungsprozess des Spiels zufolge sollen die Entwickler von CD Projekt RED allerdings nicht alleine verantwortlich an den Problemen sein.

Stattdessen sei eine externe QA-Firma, die für die Qualitätssicherung und das Auffinden von Bugs zuständig war, für einige Missstände zu Release verantwortlich. Das US-Magazin Forbes berichtet von einem 72-seitigen Dokument, das von einem Whistleblower stammt und sich mit der Arbeit von Quantic Labs befasst, das für einen Großteil der Qualitätstests von Cyberpunk 2077 zuständig war.

Dem Bericht zufolge soll Quantic Labs bei der Größe des Teams sowie der Erfahrung der eingesetzten Mitarbeiter*innen übertrieben haben. Es soll zudem eine Quote an täglich gemeldeten Fehlern gegeben haben, die dazu führte, dass unwichtigere Fehler übermäßig viel Zeit in Anspruch genommen hätten.

Nach Release des Spiels gab CD Projekt bereits an, dass das von ihnen eingesetzte Qualitätssicherungsteam nicht alle Fehler entdecken konnte, die den Fans unmittelbar auffielen. Zu den neuen Informationen hat sich das Studio allerdings nicht geäußert.

Weitere Insider haben allerdings zu dem Bericht Stellung bezogen und geben an, dass CD Projekt von den meisten Bugs wusste und diese aus Zeitgründen vor Release nicht mehr beheben konnte. Die wichtigsten Aspekte des Spiels sollen zudem intern getestet worden sein, nicht von externen Firmen.

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30.6.2022 von Laura Pippig

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