Cyber-Attacken

Cyber-Prognosen für 2012 von Websense

Das Cyber-Security-Unternehmen Websense versucht sich zum Jahresende in einer Prognose über die zukünftige Entwicklung der Cyber-Kriminalität. Im Vordergrund werden, nach Meinung des Internet- Sicherheitsdienstes, vor allem Probleme mit Digitalen Identitäten stehen.

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Cyber-Prognosen für 2012 von Websense
Cyber-Prognosen für 2012 von Websense
© Websense

In Foren wird es bald einen regen Handel mit persönlichen Informationen geben, so der Cyber-Sicherheitsdienstleister Websense. Die sozialen Netzwerke basieren auf Vertrauen in die eigenen Kontakte. Mit gestohlenen Logins gelangen die Datendiebe an vertrauliche Daten und können diese missbrauchen.

Das Konglomerat aus Social-Media-Bekanntschaften, die Nutzung mobiler Geräte und Cloud-Dienste ermöglichen Angriffe, die aus mehreren Komponenten bestehen. Die Anbahnung des Cyber-Betruges geschieht vermehrt über dies sozialen Medien. Bereits jetzt tritt der "Klassiker" des Cyber-Angriffs, die Kombination von Internet und E-Mail in den Hintergrund, während die Zahl der Angriffe auf Smartphones und Tablets explodiert.

Als ein weiteres Problem sieht Websense das Verwenden von immer mehr getunnelten und verschlüsselten Verbindungen. Diese schützen zwar vor fremden Blicken, sind für viele Sicherheitssysteme in Unternehmen aber problematisch. Weil die verschlüsselten Daten nicht mehr analysiert werden können, stochert die Abwehr hilflos im Nebel. Websense spricht hier vermutlich den unerwünschten "Export" von Unternehmensdaten an, also um die Kontrolle des Datenflusses von Unternehmen nach außen.

Schließlich gelingt es den Angreifern auch immer besser, ihre Attacken zu tarnen. Facebook-Statusmeldungen und Twitter-Tweets, Xing-Kommentare und YouTube-Links - all das kann einen Cyber-Angriff einleiten.

Auch sogenannte Scareware, also das Vorgaukeln einer Gefahr, verbunden mit dem Angebot einer (kostenpflichtigen) Lösung, sowie gefälschte Antiviren-Software, wird laut Websense 2012 ein neues Hoch erleben.

Nun ist es einem Web-Sicherheitsdienstleister sicherlich nicht zu verdenken, daß er die Gefahren beschwört, von denen er letztendlich selber lebt. Es kann dennoch nicht schaden, sich anzugewöhnen, nicht nur vom Mail-Anhang eines Dating-Angebotes einer unbekannten Internet-Schönheit den Klickfinger zu lassen, sondern auch unverlangt hereinkommenden Viren-Scannern, unerwarteten privaten Nachrichten von Foren-Bekannschaften und ähnlichem mit gesundem Misstrauen zu begegnen.

1.12.2011 von Joachim Drescher

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