Breitbandausbau

Coronavirus: Internet und Telefonnetz an der Belastungsgrenze?

Das Coronavirus sorgt vermehrt für Berichte über überlastetes Internet und Telefon. Die Provider Telekom, O2 und Vodafone sehen noch keine Probleme.

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Home-Office, Netflix und Gaming - aktuell steigt fast überall der Bedarf für Breitbandinternet.

Seit Mitte März 2020 sollen Menschen in Deutschland zuhause bleiben. Arbeit sollen sie - wenn möglich - ins Home-Office und soziale Kontakte ins Netz verlegen. Aktivitäten im Freien sollen sie weitgehendst einstellen. Was für den öffentlichen Nahverkehr, das Straßennetz und wohl auch für die Natur eine Wohltat ist, fordert umso mehr das Rückgrat des modernen digitalen Lebens: das Internet.

Auf der einen Seite bedarf es Video- und Telekonferenzen sowie ständiger Datentransfers über die Systeme des Arbeitgebers. Auf der anderen Seite steigt der Streaming- und Online-Gaming-Konsum in der Bevölkerung. Wie lange dauert es, bis das Netz wegen den Auswirkungen des Coronavirus‘ in die Knie geht?

Die TAZ berichtet unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit, dass der für das Telefonnetz zuständige Provider seit Dienstag nur noch eine eingeschränkte Verfügbarkeit gewährleisten kann. Unter Berufung auf den Bundesverband der Verbraucherzentrale schreibt die TAZ, dass das Internet in Berlin stellenweise überlastet war und Störungen zu beobachten waren.

Wer regelmäßig auf den Online-Dienst allestoerungen.de schaut, stellt bei den Haupt-Providern und -Anbietern ein erhöhtes Aufkommen von Beschwerden fest, die über das gewöhnliche Grundrauschen hinausgehen. Das betrifft die Telekom, Vodafone (Kabel), Unitymedia, 1&1 und O2 – vor allem in den Ballungszentren, in denen in der Regel die meisten Büro-Arbeitsplätze zu finden sind.

Die Provider sehen jedoch (noch) keine flächendeckenden Probleme, sie seien „auf alle Eventualitäten“ vorbereitet. Wie connect.de bereits berichtete, sei die Telekom für den Coronavirus-Ansturm gerüstet. Laut Vodafone und O2 hat die Beanspruchung der Netze zwar zugenommen, die Kapazitäten seien jedoch ausreichend. Störungen und Ausfälle würden nur punktuell auftreten und nur wenige Nutzer betreffen.

Dennoch wird auf EU-Ebene überlegt, die Netflix-Bildqualität einzuschränken, um das Netz zu entlasten. Dabei ist die allgemeine Internetgeschwindigkeit in Deutschland im Vergleich zu EU-Ländern und dem Rest der Welt gar nicht mal so hoch.

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