Browser-Updates

Chrome und Opera bekommen Sicherheits-Updates

Google hat ein Chrome-Update veröffentlicht, inklusive 19 beseitigten Schwachstellen. Auch Opera hat seinen auf Chrome basierenden Browser aktualisiert, hinkt allerdings noch hinter dem Original her.

© Screenshot: Frank Ziemann

Google und die Entwickler von Opera haben Browser-Updates veröffentlicht.

Kaum zwei Wochen, nachdem Google die Browser-Generation Chrome 33 mit 28 gestopften Lücken in den stabilen Versionszweig entlassen hat, folgt mit der Version 33.0.1750.146 das nächste Sicherheits-Update. Darin haben die Entwickler weitere 19 Schwachstellen beseitigt. Vier dieser Lücken wurden durch externe Sicherheitsforscher entdeckt und gemeldet, drei dieser Schwachstellen sind mit hohem Risiko eingestuft. Google schüttet dafür insgesamt 3.500 US-Dollar an Prämien aus seinem Bug-Bounty-Programm aus.

Zwei dieser Schwachstellen sind so genannte "Use-after-free"-Lücken, bei denen Zugriffe auf bereits wieder freigegebene Speicherbereiche möglich sind. Eine betrifft die Verarbeitung von SVG-Grafiken (Scalable Vector Graphics), die andere die Spracherkennung. Hinzu kommt ein Pufferüberlauf, der ebenso geeignet ist, um Code einzuschleusen und auszuführen.

Unter den 15 weiteren Lücken, die unter der Bezeichnung CVE-2013-6667 öffentlich dokumentiert sind, stufen die Google-Entwickler elf mit hohem Risiko ein. In der Javascript-Engine V8, die nunmehr die Versionsnummer 3.24.35.10 trägt, sind ebenfalls einige Schwachstellen behoben worden.

Tipp: Chrome-Download

Die norwegische Browser-Schmiede Opera entwickelt ihren gleichnamigen Desktop-Browser seit der Version 15 auf Basis der quelloffenen Chrome-Variante Chromium. Mit der gestern veröffentlichten stabilen Opera-Version 20.0.1387.64 sind die Norweger bei Chrome 33 angekommen, allerdings noch auf dem Stand der Chrome-Version 33.0.1750.117. Opera macht zwar in den Change-Logs​ keine Angaben über gestopfte Sicherheitslücken in der Chromium-Basis, es ist jedoch davon auszugehen, dass zumindest einige der Chrome-Lücken auch Opera betreffen.

Tipp: Opera-Download

Opera ist nach wie vor ein Browser in Entwicklung, dem noch etliche Funktionen der alten Opera-Generation (bis Version 12) fehlen. Eine zuschaltbare Lesezeichenleiste ist inzwischen immerhin vorhanden, häufig besuchte Seiten können auch auf der internen Schnellwahlseite ("Speed Dial") abgelegt werden. Auch einige Browser-Erweiterungen sind bereits verfügbar, etwa ein PDF-Betrachter, HTTPS Everywhere oder Ghostery.

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