Cyber-Spionage

Chinesischer Hacker-Angriff auf die "New York Times"

Ein schon länger andauerner, anscheinend von chinesischer Seite ausgehender Cyber-Angriff auf die New York Times wurde bekannt. Die Hacker hatten Zugang zu über 50 Times-Rechnern, spähten sie aus und erbeuteten die Passwörter aller Times-Mitarbeiter.

© Sergey Nivens - Fotolia.com

Die New York Times wurde das Opfer chinesischer Hacker.

Wie die New York Times jetzt berichtet, ist die Zeitung einem länger andauerndem Angriff chinesicher Hacker ausgesetzt gewesen. Als Ursache wird ein Bericht über den chinesischen Premierminister Wen Jiabao und seine Familie gesehen. Der Artikel erschien im Oktober 2012 und enthüllte das enorme Privatvermögen von etwa 2,7 Milliarden Dollar, welches der Premier und seine Familie angehäuft haben.

Die von der Zeitung beauftragen Sicherheitsexperten konnten einige der Angreifer-Computer den chinesischen Streitkräften zuordnen. Der Angriff begann mit präparierten Mails auf den E-Mail-Account des Shanghai-Korrespondenten der Zeitung, von wo aus die Schadsoftware dann auf die Times-Rechner eingeschleust wurde. Dabei wurde versucht, die Spuren der Angriffe über gehackte Computer (Bot-Netzwerke) in amerikanischen Universitäten zu verwischen.

Die chinesischen Offiziellen dementieren den Angriff. Allerdings haben die Sicherheitsexperten die Aktivitäten der Hacker - die anscheinend nur an den China-Dateien interessiert waren und Kundendaten in Ruhe ließen, so die Times - eine Zeit lang beobachtet. Dabei ergab sich beispielsweise, dass die Angriffe immer pünktlich zu den chinesischen Bürozeiten begannen.

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