Übermittlung von Nutzungsdaten und hartnäckige Einstellungen

CCleaner 5.46: Neues Update entschärft umstrittene Funktionen

Avast veröffentlicht CCleaner 5.46. Der Download steht rund drei Wochen nach dem Release der Version 5.45 bereit, die durch fragwürdige Funktionen durchfiel.

CCleaner 5.46

© Screenshot

Das CCleaner 5.46 Update ist da. Avast hat wie versprochen nachgebessert.

Der CCleaner 5.46 ist ab sofort als Download verfügbar. Das Update beerbt die Versionsnummer 5.44. Die Anfang August erschienene und kurze Zeit später zurückgezogene Version dazwischen – CCleaner 5.45 – sorgte u.a. durch bestimmte Funktionen und ein fragwürdiges Verhalten für Ärger. Typische „Spionage“-Vorwürfe ließen sich nicht vermeiden, da sich bspw. die deaktivierte  „Smart Cleaning“-Funktion (Systemüberwachung und aktives Monitoring) beim nächsten Neustart des Tools automatisch wieder einschaltete. Dazu schickte CCleaner 5.45 alle zwölf Stunden anonymisierte Berichte an den Hersteller.

Avast hat die Funktionen für „Smart Cleaning“ für das Update 5.46 in ein eigenes Menü ausgelagert und die Beschreibungen angepasst. In der vorläufig noch nicht vollständig übersetzten Version von CCleaner 5.46 können wir uns einen Eindruck darüber verschaffen:  „System Monitoring“ wurde umbenannt in „Tell me when there are junk files to clean“. System-Monitoring hieß also nichts anderes als eine Überwachung der typischen Quellen für temporäre Daten, des Papierkorbs, bestimmter Speicherbereiche und mehr. „Browser-Monitoring“ heißt nun „Enable automatic browser cleaning“. Das bedeutet also das gleiche wie der erste Punkt, nur für Ihren Internet-Browser: automatische Reinigungswerkzeuge, die sich nun auch mit wenigen Klicks verbindlich deaktivieren lassen.

Ebenso für genervte Nutzer sorgte der Umstand, dass sich CCleaner 5.45 samt seiner hartnäckigen Prozesse nicht so einfach beenden ließ. Die Exit-Funktion führt nun wirklich zu einer Beendigung des Tools inklusive der genannten Überwachungsprozesse, sofern sie genutzt werden. Dazu kommt noch ein eigener Knopf zum Minimieren in den Systembereich und Auswahlmöglichkeiten zur verkleinerten Darstellung.

Lesetipp: Was bringt PC-Tuning für SSDs, schlanke Windows-Systeme

Der Ärger für die Nutzer kam neben den genannten Einstellungen auch durch die Unklarheit darüber, welche Daten des Nutzers alle zwölf Stunden an Avast gesendet werden müssen. Die neue Version räumt auch hier auf. Eine Website wird über den Umfang der Datensammlung und deren Versand an Avast informieren. Im entsprechenden Einstellungsmenü „Privatsphäre“ werden Sie den Link finden. Avast versichert, nur anonyme Daten zu sammeln, die ausschließlich mit der Aktivität von CCleaner zusammenhängen. Diese Informationen dienen laut Avast lediglich statistischen Zwecken. Eine Verknüpfung mit persönlichen Daten sei ausgeschlossen. Den Download für CCleaner 5.46 erreichen Sie hier in unserem Download-Portal.

Mehr zum Thema

Das Hasso-Plattner-Institut bietet einen Sicherheits-Test an.
Millionen gestohlene Datensätze

Mit seiner E-Mail-Adresse kann man beim Hasso-Plattner-Institut testen lassen, ob eigene Daten Hackern zum Opfer gefallen sind und im Internet…
Windows 10: XP-AntiSpy
Beta-Update

Kennen Sie noch XP-AntiSpy? Das Tool hat unter Windows XP sämtliche Spionage-Funktionen deaktiviert. Jetzt gibt es ein Update für Windows 10.
facebook messenger sms deaktivieren
Privatsphäre schützen

Der Facebook-Messenger liest jetzt neben den Facebook-Nachrichten auch die empfangenen SMS eines Smartphones aus. Wir zeigen, wie Sie das…
REWE Fake-Gutscheine Facebook WhatsApp
Betrugsmasche

Erneut macht eine Betrugsmasche WhatsApp unsicher. Wer auf Fake-Gutscheine für Rewe und Lidl hereinfällt und seine Daten preisgibt, kann in eine…
Spionage
Tuning-Tool

Das schlanke PC-Tuning-Tool CCleaner steht in der Kritik. Das Update 5.45 kommt mit umstrittenen „Spionage“-Funktionen, die sich hartnäckig im System…