IT-Sicherheitskennzeichen

BSI kennzeichnet ab sofort sichere Router

Ob der neue Router aktuelle Sicherheitsanforderungen erfüllt, wird bald besser ersichtlich. Das BSI vergibt ab sofort ein entsprechendes Kennzeichen.

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20 Breitbandrouter haben das IT-Sicherheitskennzeichen erhalten - dieser hier ist aber nur ein Symbolbild.
© Adobe Stock: Proxima Studio

Ab sofort soll es beim Router-Kauf leichter fallen, ein sicheres Gerät zu finden. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat die ersten IT-Sicherheitskennzeichen für insgesamt 20 Breitbandrouter des Herstellers Lancom Systems vergeben. Das teilte das Amt in einer Pressemitteilung mit.

Um das Kennzeichen zu erhalten, müssen Hersteller versichern, gewisse Mindeststandards hinsichtlich Transparenz, Zugangsberechtigungen, Updates, Verschlüsselung und Datenbereinigung einzuhalten. Alle Anforderungen finden sich auf einer Übersichtsseite des BSI. Die Einhaltung des Standards wird dann vom BSI stichprobenartig überprüft.

Bei den Anforderungen des IT-Sicherheitskennzeichens handelt es sich um eine Selbstverpflichtung der Hersteller, ein Zwang zur Umsetzung besteht also nicht. Dennoch sollen Verbraucher*Innen so mehr Transparenz bei der Kaufentscheidung haben.

Dazu Arne Schönbohm, Präsident des BSI: "Breitbandrouter sind leistungsstarke integrierte Systeme, sie sind das Herzstück vieler Netzwerke. Als Schnittstelle zwischen dem Internet und Heim- oder Unternehmensnetzwerken kommt ihnen bei der Cyber-Sicherheit eine besondere Bedeutung zu. In einem unsicheren Zustand können sie Angreifern als Einfallstor und Ausgangspunkt für weitere Cyber-Angriffe dienen. Ein sicherer Router hingegen erfüllt die Funktion eines Schutzschildes nach innen und außen. Ich freue mich deshalb besonders, dass wir nun erstmals das IT-Sicherheitskennzeichen des BSI für ein solches Produkt erteilen können. Damit leisten wir einen Beitrag zu mehr Transparenz auf dem IT-Verbrauchermarkt."

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27.5.2022 von Alana Friedrichs

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