16 Mio. gehackte E-Mail-Konten

BSI-Sicherheitstest alarmierte bereits 884.000 Nutzer

Nachdem bekannt wurde, dass die Zugangsdaten von 16 Millionen E-Mail-Konten gestohlen wurden, veröffentlichte das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) einen Test, um zu überprüfen, ob man betroffen ist. Mittlerweile schlug der Test bei 884.000 Nutzern Alarm.

© Mathias Rosenthal - Fotolia.com

E-Mail-Hack: 884.000 Nutzer von 16 Millionen wurden bereits über Risiken informiert.

Das BSI veröffentlichte am vergangenen Dienstag einen Bericht, demzufolge 16 Millionen E-Mail-Adressen von zumeist deutschen Internetnutzern kompromittiert wurden. Seitdem laufen die Server für den Sicherheitstest heiß.

Wie BSI-Präsident Michael Hange in Berlin verlauten ließ, befanden sich unter den 12,6 Millionen eingegangenen Anfragen 884.000 E-Mail-Adressen, die tatsächlich in die Hände von Hackern gefallen sind.

Testen Sie jetzt Ihre E-Mail-Adresse beim BSI

Dabei war die Seite zeitweise gar nicht mehr zu erreichen, denn die Server brachen teilweise unter der Last zusammen. Der Ansturm an Anfragen habe auch für das BSI eine neue Dimension, so Hange.

Außerdem erklärte Hange, dass das BSI bereits seit Dezember von den gekaperten E-Mail-Adressen wusste. Allerdings konnte man sowohl aus Datenschutzgründen als auch wegen der enormen Anzahl an Anfragen erst jetzt die Warnung an die Öffentlichkeit bringen.

Wer betroffen ist, der sollte schnell handeln. Das BSI rät, den Rechner mit einer Anti-Viren-Software von Schadsoftware zu bereinigen und sämtliche Passwörter zu ändern. Empfohlen wird hierfür der kostenlose PC-Cleaner von Avira. Mehr Informationen lesen Sie in unserer Meldung vom Dienstag zum großen E-Mail-Hack.

Tipps: Wenn Sie sich künftig besser vor Datendiebstahl und Sicherheitslücken schützen wollen, dann probieren Sie unsere Auswahl der besten Security-Freeware-Tools aus. Diese Programme sind gratis und schützen Sie ausreichend. Auch ein Blick in unseren Antivirus-Test lohnt sich.

Mehr zum Thema

Millionen gestohlene Datensätze

Mit seiner E-Mail-Adresse kann man beim Hasso-Plattner-Institut testen lassen, ob eigene Daten Hackern zum Opfer gefallen sind und im Internet…
Telekom-Rechnung

Die Deutsche Telekom warnt wieder vor E-Mails, die sich als Telekom-Rechnungen tarnen. Mittlerweile existieren sogar Schreiben, in denen Betroffene…
Chrome, Firefox & Opera

Auch wenn User im Internet per Inkognito-Modus unterwegs sind und keine Cookies speichern, können Nutzer nachverfolgt werden.
WhatsApp, iMessage & Co.

Der britische Premierminister David Cameron will Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und damit auch Message-Dienste, wie WhatsApp und iMessage, die diese…
Verbraucherzentrale reicht's

Die neuen Facebook-Nutzungsbedingungen verstoßen laut Verbraucherschützern gegen deutsches Recht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband mahnt Facebook…