Nach kinox.to

Razzia gegen boerse.bz - gibt es rechtliche Folgen für User?

Nach der Razzia gegen das Streaming-Portal kinox.to ist mit boerse.bz das nächste Portal betroffen. Kommen rechtliche Folgen auf Nutzer des Filesharing-Forums zu?

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boerse.bz Razzia - Folgen
Gibt es nach der Razzia bei boerse.bz rechtliche Folgen für Nutzer?
© Screenshot: boerse.bz/informationen

Razzia bei boerse.bz: Wie die Staatsanwaltschaft Köln in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurden am vergangenen Dienstag Hausdurchsuchungen bei den Betreibern des Portals boerse.bz durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft Köln feiert dies als einen Erfolg im Kampf gegen die "gewerbsmäßige Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Film- und Musikmaterials". Insgesamt 121 Wohnungen in 14 Bundesländern wurden durchsucht.

Dabei konnten "Beweismittel im größeren Umfang" sichergestellt werden. Mehrere Computer, Festplatten sowie eine Vielzahl an CDs und DVDs wurden gesichert. Damit gelang der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) nach der Razzia gegen das Streaming-Portal kinox.to der zweite größere Schlag gegen die Raubkopiererszene innerhalb kurzer Zeit.

Ob die Nutzer von boerse.bz Folgen zu befürchten haben, bleibt abzuwarten. Wie der Kölner IT-Anwalt Christian Solmecke erklärt, könnte dies durchaus geschehen: Im Gegensatz zum Fall kinox.to handle es sich hier nicht um das in der rechtlichen Grauzone liegende Streaming, sondern auch um Downloads. "Das Herunterladen geschützter Werke auf offensichtlich rechtswidrigen Portalen ist rechtswidrig", so Solmecke.

Dennoch sei es fraglich, ob die GVU und die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auf die knapp 2,7 Millionen Nutzer ausweiten werden. Bislang würde die GVU sich nur auf die großen Fische konzentrieren. Zudem ist nicht bekannt, ob boerse.bz Nutzerdaten speichert.

Die bloße Anmeldung bei solchen Portalen würde laut Solmecke noch keinen Rechtsverstoß darstellen. Erst der Nachweis eines konkreten Downloads wäre für den Tatbestand ausreichend. Die könnte mit der IP-Adresse nachgewiesen werden, welche in Deutschland allerdings lediglich sieben Tage lang zurückverfolgt werden kann.

Nutzer müssen sich demnach vorerst nicht sorgen. Dennoch ist zu erwarten, dass boerse.bz nicht das letzte Portal gewesen ist, dass mit Durchsuchungen Schlagzeilen machen wird.

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5.11.2014 von Jusuf Hatic

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