Kryptowährung

Bitcoin-Kurs fällt unter 9000 USD: Börsen-News sorgen für Kurseinbruch

Der Bitcoin-Kurs rutscht unter 9.000 US-Dollar. Regulierungsversuche in Japan sorgen für Unruhe, neben weiteren News aus den USA und dem Binance-Vorfall.

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© Fotolia - Elnur

Der Bitcoin-Kurs sinkt nach anhaltenden schlechten Neuigkeiten immer weiter.

Am 7. März 2018 rutschte der Bitcoin unter die 10.000 US-Dollar Marke und fällt immer weiter. Aktuell pendelt der Bitcoin bei rund 8.600 US-Dollar pro Token. Für den Kurseinbruch kann es eine Reihe von Gründen geben. Wir berichteten bereits über einen Angriff mit Phishing-Webseiten auf die Kryptowährungs-Handelsbörse Binance.

Angreifer erbeuteten Login-Daten von Binance-Nutzern und tauschten deren Coins in Bitcoin. Mit den getauschten Bitcoin erwarben sie Viacoins. Das plötzliche Überangebot von Bitcoin sorgte auf dem Markt für eine erste Reaktion. 

Für ein Überangebot an Bitcoin könnte ebenfalls der Konkursverwalter von Mt. Gox, Nobuaki Kobayashi sorgen. Wie mehrere Medien und unter anderem Bloomberg berichten, verkaufte Kobayashi seit September 2017 Bitcoin und Bitcoin Cash im Wert von über 400 Millionen US-Dollar. Das Geld soll dazu benutzt werden, 25.000 Gläubiger von Mt. Gox auszuzahlen. 

Mt. Gox war die weltweit größte Börse für Bitcoin, bis die Webseite im Februar 2014 gehackt wurde. Bei dem Angriff konnten die Verantwortlichen circa 850.000 Bitcoin erbeuten. Davon sind 200.000 wieder erschienen. Kobayashi verkauft diese 200.000 Bitcoin seit einigen Monaten durchschnittlich für 10.100 US-Dollar. Das geht solange, bis er die Geschädigten fertig ausbezahlt hat. Womöglich bietet Kobayashi gerade wieder einen Anteil der 200.000 Bitcoin zum Verkauf. Durch ein Überangebot würde der Bitcoin-Preis weiter sinken.

USA und Japan gehen gegen Krypto-Börsen vor

Zudem gehen Japan und die USA weiter gegen Krypto-Börsen vor. So forderten am Donnerstag japanische Finanzbeamte zwei Börsen dazu auf, ihre Geschäfte für einen Monat ruhen zu lassen. Vier andere Handelsplattformen müssen eine Strafe zahlen. Japan mahnt außerdem die Krypto-Börse Coincheck, seine Maßnahmen gegen Geldwäsche zu verschärfen. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf die dpa.

Lesetipp: Bitcoin-Mythos: Kryptowährungen sind nur heiße Luft

In den USA sorgt sich die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC vor allem um ihren Ruf und die Sicherheit der Investoren. Wie es in einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite des SEC heißt, macht sich die Börsenaufsicht Gedanken darüber, "dass viele Krypto-Handelsplattformen für Anleger als SEC-registrierte und regulierte Marktplätze erscheinen, wenn dies nicht der Fall ist." Bisher unternimmt die SEC aber keine weiteren Schritte, sondern ruft die Anleger lediglich zur Vorsicht auf.

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