China vs. Kryptowährung

Bitcoin-Kurs vor schweren Zeiten: Börsen-Verbot hier, Regulierung und Warnungen da

Der Bitcoin-Kurs fällt am Dienstagmorgen rapide. China will den Zugang zu Börsen dichtmachen, der Bundesbank-Vorstand erwartet eine Regulierung und mehr.

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Bitcoin-Kurs: 1. Crash 2018
Der Bitcoin erlebt 2018 seinen ersten Crash - Investoren finden den Auslöser wieder mal in China.
© Screenshot / Bittrex

Droht dem Bitcoin-Kurs ein Einsturz wie schon im Herbst 2017? Eine BTC-Einheit wurde auf der Börse Bittrex beispielsweise kurz vor 9 Uhr morgens noch mit über 13.000 US-Dollar gehandelt. Innerhalb einer halben Stunde krachte der Bitcoin-Wert um über 1.500 US-Dollar nach unten. Marktbeobachter können schnell den Auslöser finden: China!

Schon am Montag sorgte die Meldung für Unruhe, dass die Regierung Online-Plattformen und Apps ins Visier nimmt, die einen "Börsen-ähnlichen Dienst" anbieten. Das berichtete Bloomberg unter Berufung auf ungenannte Quellen. Dazu kommt nun die chinesische Zentralbank, die das Handeln für Individuen und das Anbieten von entsprechenden Diensten seitens Unternehmen komplett verbieten will. Dafür soll der Zugang zu heimischen und ausländischen Börsen komplett dichtgemacht werden, wie Reuters laut CNBC schreibt.

In Fernost ist mit China, Südkorea und Japan der Großteil des Bitcoin-Geschäfts angesiedelt. Investoren stoßen aktuell Ihre Anteile ab und „überschwemmen“ quasi den Markt. Sie sehen sich anscheinend gezwungen, zum bestmöglichen Preis zu verkaufen, was den Kurs immer weiter nach unten drückt. Bereits im vergangenen Jahr hat China Online-Börsen verboten, die den Handel mit Kryptowährungen anbieten. Auch ICO-Crowdfunding wurde untersagt.

Nun will China das Handeln mit Kryptowährungen für die eigene Bevölkerung und auch ansässige Unternehmen komplett sperren. Die Pläne sind bislang nicht final. Es ist unbekannt, wann und wie sie durchgesetzt werden und welche der unzähligen Online-Dienste weltweit in das Raster fallen. China werde den „Druck auf Kryptowährungen aufrechterhalten und die Risiken des Markts minimieren“, heißt es.

Bundesbank-Vorstand erwartet hiesige Regulierung

Bundesbank-Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling erwartet im Zuge des Kryptowährungs-Hypes eine entsprechende Reaktion des Gesetzgebers. Schon im Dezember hatte die EU entschieden, dass Nutzer nicht mehr anonym bleiben dürfen, wenn Kryptowährungen in staatliches Geld getauscht werden. Nun seien laut Wuermeling nationale Regierungen gefragt. "Der Staat hat die Aufgabe, schützenswerte Interessen des Einzelnen und des Gemeinwohls zu bewahren. Kryptowährungen werden deshalb über kurz oder lang Gegenstand von Gesetzgebung werden, ob zum Beispiel zum Verbraucherschutz oder zu Steuerfragen.“, heißt es unter anderem auf spiegel.de.

Bitcoin: Weitere internationale Verbote und Warnung

In den vergangenen Wochen und Tagen haben auch andere Länder reagiert. In Ägypten etwa wurde der Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen untersagt. Der Großmufti von Ägypten – Shawki Allam – sagte Anfang des Jahres, dass das Islamische Gesetz entsprechendes auf Grund der Risiken verbiete.

Lesetipp: 7 Bitcoin-Mythen und was dahintersteckt

Am Wochenende hat auch die indonesische Zentralbank eine Warnung vor Kryptowährungen ausgesprochen: „Kryptowährungen unterliegen den Gefahren einer Spekulationsblase und können für Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus missbraucht werden. Das könnte das Finanzsystem gefährden und somit der Gesellschaft finanziellen Schaden zufügen", wurde verlautbart.

Währenddessen hat Südkorea klargestellt, Kryptowährungen nicht zu verbieten, wie es Justizminister Park Sang-ki noch vorschnell verkündet hatte. Wir berichteten in unserer News zur Bitcoin-Falschmeldung. Die negativen Nachrichten überwiegen derzeit deutlich. Ob oder wann sich der Bitcoin-Kurs erholt, bleibt abzuwarten.

16.1.2018 von The-Khoa Nguyen

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