Venezuela, Bolivien oder Nicaragua

Noch ist Edward Snowden nicht in Sicherheit

Venezuela, Bolivien oder Nicaragua: Wo wird der Whistleblower Edward Snowden sein Asyl wahrnehmen? Diese Frage beschäftigt im Moment die ganze Welt und vor allem die USA mit ihrem Präsidenten Barack Obama.

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Dem Whistleblower Edward Snowden wurde in Venezuela, Bolivien und Nicaragua Asyl gewehrt, und dies ist nicht ganz unabsichtlich ein Affront gegen Barack Obama und die US-Regierung. Wie vor kurzem bekannt wurde, sind auch Lateinamerika und Brasilien Opfer der Spähangriffe aus den USA. Damit hätte, die Regierung Obamas auch noch ihre letzten Verbündeten verprellt", schreibt der international bekannte NSA-Experte James Bamford.

Die Töne in Bolivien, Venezuela und Nicaragua klingen sehr ähnlich. Venezuelas Präsident Nicolas Madura sagte: "Ich kündige hiermit an, dass wir uns entschlossen haben, dem jungen Snowden das humanitäre Recht auf Asyl zu gewähren, um ihn vor der Verfolgung durch die mächtigsten Imperialisten der Welt zu schützen. Er ist ein junger Mann, der nur die Wahrheit gesagt hat." Dem schloss sich kurz darauf auch Nicaragua an. "Wir sind ein offenes Land und respektieren das Recht auf Asyl. Wenn die Bedingungen es erlauben, dann werden wir Snowden, der bei uns Asyl beantragt hat, mit offenen Armen in Nicaragua empfangen", meint der Präsident Daniel Ortega.

Nachdem die USA dann in der Nacht zum Mittwoch noch den Fehler beging, das Flugzeug von Präsident Morales zu stoppen, weil Snowden an Bord vermutet wurde, gibt auch Bolivien seine Meinung kund: "Als Zeichen des Protests möchte ich den Europäern und den Nordamerikanern sagen: Jetzt werden wir diesem von seinen Landsleuten verfolgten Amerikaner Asyl gewähren, wenn er dies beantragt. Wir haben keine Angst."

Außerdem hat Edward Snowden noch die Möglichkeit, die als 90-60-90-Ex-Spionin bekannte Chapman zu heiraten. Diese twitterte fröhlich: "Snowden willst du mich heiraten?", und schloss kurz darauf noch an: "@NSA: Werdet ihr nach unseren Kindern schauen?". Durch die Heirat mit einer Russin bekäme Snowden ein Aufenthaltsrecht in Russland ohne Präsident Putin die Geheimnisse der US-Regierung zu verraten.

Auch Putin bot dem Whistleblower Asyl an - aber unter der Prämisse, das Snowden als Gegenleistung eine Einstellung der Veröffentlichungen zu US-Angelegenheiten annehme. Dies lehnte Snowden ab. Deutschland erhielt ebenfalls einen Antrag auf Asyl , der abgelehnt wurde. Es läge keine Voraussetzung für eine Aufnahme vor.

Im Moment wird Edward Snowden weiterhin im Transitbereich des Internationalen Flughafens Scheremetjewow in Moskau vermutet. Außerdem hat der Staat Washington seinen Personalausweis für ungültig erklärt. Wie eine Ausreise nach Lateinamerika oder mögliche Heirat vonstattengehen könnte, ist bisher unklar.

8.7.2013 von The-Khoa Nguyen

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