Abkehr von Intel-Prozessoren

Apple: MacBook Air, MacBook Pro und Mac Mini mit M1-Chip

Apple hat die ersten Macs vorgestellt, die mit dem neuen hauseigenen M1-Chip laufen. MacBook Air, MacBook Pro und Mac Mini sollen damit effizienter und leistungsstärker werden.

© Apple

Die neuen 13-Zoll-Versionen von MacBook Air und MacBook Pro sowie der Mac Mini 2020 laufen mit dem Apple M1 Prozessor.

Bereits im Juni auf der WWDC hatte Apple die Abkehr von Intel-Prozessoren und die Umstellung auf Apple Silicon angekündigt. Beim Apple Event am 10. November war es nun soweit: Apple hat mit dem M1 den ersten eigenen Prozessor vorgestellt und dazu zwei neue MacBooks sowie einen Mac Mini, die mit dem neuen Chip laufen.

Apple M1: SoC für den Mac

Der Apple M1 ist der erste von Apple entwickelte Prozessor für Macs. Es handelt sich um ein System on a Chip (SoC), bei dem alle Komponenten auf einem Chip vereint sind. Der M1 ist im 5nm-Verfahren gefertigt und enthält 16 Milliarden Transistoren.

Die CPU verfügt über acht Kerne, wovon vier auf Leistung und vier auf Effizienz ausgelegt sind. Die integrierte GPU läuft ebenfalls mit acht Kernen. Dazu kommt außerdem eine Neural Engine für maschinelles Lernen.

Der M1 soll eine höhere Leistung und bessere Effizienz als bisherige Prozessoren liefern. Im Vergleich zur vorherigen Mac-Generation spricht Apple von bis zu 3,5-facher CPU-Leistung, 6-mal schnellerer GPU-Performance und 15-mal schnellerem maschinellen Lernen. Dabei sollen die Geräte eine bis zu zweimal längere Akkulaufzeit bieten.

MacBook Air (2020)

Das erste Gerät mit M1-Chip, das Apple vorgestellt hat, ist ein neues MacBook Air. Das schlanke 13-Zoll-Notebook soll 3,5-mal schneller sein als der Vorgänger und eine bis zu 5-fach bessere Grafikleistung bieten. Dabei soll es komplett leise sein, da es keinen Lüfter besitzt.

Die Akkulaufzeit soll eine Videowiedergabe von bis zu 18 Stunden ermöglichen und der Bildsignalprozessor des M1 soll zusammen mit verbesserter Gesichtserkennung dafür sorgen, dass man bei Videoanrufen gut aussieht.

Das MacBook Air bietet WiFi 6 und hat zwei Thunderbolt-Anschlüsse, die USB 4 unterstützen. Es ist ab sofort ab 1.100,50 Euro vorbestellbar.

13 Zoll MacBook Pro (2020)

Auch das MacBook Pro mit 13-Zoll-Display erhält ein Upgrade mit dem M1-Chip. Es soll bis zu 2,8-mal schneller sein und eine 5-fach höhere Grafikleistung bieten als der Vorgänger. Mit bis zu 20 Stunden Videowiedergabe soll sich die Akkulaufzeit verdoppelt haben. Dabei sollen 8K-Videos fehlerfrei abgespielt werden können.

Das MacBook Pro hat Mikrofone in Studioqualität. Es unterstützt ebenfalls Wifi 6 und kommt mit zwei Thunderbolt-Anschlüssen. Der Preis startet ab 1.412,45 Euro.

Mac Mini (2020)

Mit dem Mac Mini hat Apple auch einen ersten Desktop-Rechner mit dem M1-Prozessor vorgestellt. Dieser kommt auf ähnliche Leistungsdaten wie die Notebooks. Bis zu 3-mal höhere Leistung und 6-mal schnellere Grafikperformance verspricht Apple hier.

An den Mac Mini kann man bis zu zwei Displays anschließen. Auch die Verbindung zum Apple Pro Display XDR mit 6K-Auflösung ist möglich.

Der Mac Mini ist ab 778,85 erhältlich und damit günstiger als sein Vorgänger. Wie die MacBook-Modelle ist auch der Mac Mini ab sofort vorbestellbar und ab nächster Woche erhältlich.

macOS Big Sur: iOS-Apps auf den neuen Macs

Die neuen MacBooks und der Mac Mini werden mit dem neuen Betriebssystem macOS Big Sur ausgeliefert, das ab 12. November auch für vorhandene Geräte als Update bereitsteht. In Kombination mit dem M1-Chip und Big Sur können die neuen Macs künftig auch entsprechend angepasste iPhone- und iPad-Apps direkt starten.

Programme für den Mac sollen künftig als Universal-Apps angeboten werden, so dass sie sowohl mit alten als auch neuen Mac-Rechnern nativ laufen. Apps, die bisher nicht auf Apple Silicon umgestellt sind, laufen über die Software Rosetta 2 dennoch auch auf den neuen Macs und sollen teilweise sogar schneller laufen als auf Intel-Systemen.

Die Umstiegsphase auf Apple Silicon soll etwa zwei Jahre dauern, in denen auch weiterhin Macs mit Intel-Prozessoren verkauft werden. In der Zeit will Apple weitere für Mac entwickelte Chips und entsprechende Hardware vorstellen.

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