Android-Smartphones unsicher

Sicherheitsrisiken im internen Android-Speicher

Untersuchungen des Sicherheitsunternehmens Palo Alto Networks zeigen ein hohes Sicherheitsrisiko bei über 90 Prozent der Android-Apps.

© Maksim Kabakou/shutterstock.com

Palo Alto Networks zeigt Sicherheitsrisiken im Android-Speicher

Der interne Speicher von Android-Smartphones speichert Daten der Apps. Eine Analyse des Cybersecurity-Spezialisten Palo Alto Networks zeigt nun, dass Angreifer durch die Android Debug Bridge (ADB) leichten Zugang zu Android-Geräten und den dort vertraulich gespeicherten Informationen der installierten Apps haben.

Besonders die Sicherheitsrisiken von  Android-Geräten der Version 4.0 sind enorm. Schließlich nutzen die meisten der dort installierten Apps den angreifbaren Backup-Speicher. Zusätzlich speichern viele E-Mail- und FTP-Client-Apps die Passwörter als Plain Text und sind somit ein enormes Sicherheitsrisiko. Jedoch benötigen Angreifer für eine ADB-Nutzung physischen Zugang zum Android-Gerät wie zum Beispiel eine USB-Verbindung.

Palo Alto Networks Sicherheits-Analyse

Doch auch viele der vorinstallierten Browser benutzen das Backup-System. Jedoch sind sich die meisten Entwickler, die für das Deaktivieren und Einschränken dieser Google-Voreinstellungen-Features zuständig sind, des großen Sicherheitsrisikos nicht bewusst. Palo Alto rät beispielsweise "Android:allowBackup" in jeder "Android Manifest.xml"-Datei der einzelnen Apps zu deaktivieren. Zusätzlich rät Palo Alto Networks Android-Usern, USB Debugging vorsorglich zu deaktivieren.

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