Konkurrenz für Intel und Nvidia

RyZen & Vega: AMD grenzt Release-Dates ein

Mit der Bekanntgabe aktueller Geschäftszahlen nennt AMD etwas genauere Release-Dates für RyZen-Prozessoren und Vega-Grafikkarten.

© AMD

AMD stellt mit RyZen seine neuen CPUs vor. Dazu gibt es Infos zu Vega-Grafikkarten.

Laut AMD-Chefin Lisa Su sollen Anfang März RyZen-Prozessoren flächendeckend im Handel verfügbar sein. Das passt zum Launch-Termin am 28. Februar, der seit wenigen Wochen im Netz kursiert. Su sagte bei der Bekanntgabe der aktuellen AMD-Quartalszahlen​ auch, dass wirklich nur ein RyZen-Prozessor zum Start verfügbar sein wird, der mit Intels Topmodell konkurrieren soll.

Später sollen weitere Desktop-Modelle kommen. Ein Insider​ ließ zuvor verlauten, dass zur Markteinführung von RyZen lediglich die größte Ausführung mit acht Prozessorkernen und 16 Threads verfügbar sein soll. Der Preis soll sich laut diesem bei 580 bis 720 US-Dollar einpendeln. Zu voraussichtlichen Kosten äußerte sich AMD aber nicht.

Auf der Liste der RyZen-CPUs stehen auch Server-Varianten (Naples) mit bis zu 32 Kernen. Diese sollen im zweiten Quartal verfügbar sein. Später im Jahr sollen mit Raven Ridge Prozessoren für Notebooks und Tablets mit integrierter Grafikeinheit erscheinen. Auch der Grafikprozessor Vega beziehungsweise Karten mit „Radeon Instinct MI“-Chip fand Erwähnung. Diese plant AMD weiterhin für das zweite Quartal 2016. Das würde – legen wir das angekündigte erste Geschäftsquartal für RyZen zugrunde – einen Start im Sommer bedeuten.

Lesetipp:Angebote für aktuelle Grafikkarten

RyZen wird später auch als Sechs- und Vierkernvarianten auf den Markt kommen. Die neue Prozessorgeneration basiert auf der Zen-Architektur und soll bis zu 40 Prozent mehr Leistung pro Takt bringt. Die Effizienz steige durch das 14-Nanometer-FinFet-Verfahren und weitere moderne Technologien.

Vega soll das Grafikkartenportfolio AMDs mit den Chips Radeon RX 480, 470 und 460 beerben bzw. leistungsmäßig nach oben ergänzen. Während der Polaris-Chip Radeon RX 480 AMDs aktuellen Top-Grafikprozessor darstellt und gegen Nvidias Mittelklasse antritt, sollen Radeon-Instinct​-Karten die Konkurrenten Geforce GTX 1080 und 1070 ins Visier nehmen. Dafür sorgt unter anderem High-Bandwidth-Memory 2 (HBM2), Hochleistungsspeicher der deutlich flinker und energiesparender als bislang eingesetzter GDDR5(x)-Speicher läuft.

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