3D-Drucker

Objekte aus flüssigem Metall

US-Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, mit dem es möglich ist, aus flüssigem Metall dreidimensionale Objekte zu erschaffen.

© Screenshot: WEKA; youtube.com/watch?v=ql3pXn8-sHA

3D-Drucker: Objekte aus flüssigem Metall.

Mit 3D-Druckern ist der Fantasie bereits heute kaum noch eine Grenze gesetzt. Für etwa 1.500 bis 2.000 Euro kann sich jeder einen 3D-Drucker ins heimische Wohnzimmer stellen und Objekte aus Plastik entwerfen und erstellen. Der neueste Trend für private User sind hier die sogenannten Replikatoren, diese können ein Objekt zunächst als 3D-Modell einscannen und anschließend wieder ausdrucken.

Wissenschaftler in den USA probieren jedoch bereits etwas Neues aus: Ein bei Zimmertemperatur flüssiges Metall wird durch eine Nadel gepresst und lässt so Objekte entstehen. Bei dem Material handelt es sich um ein Gemisch aus Gallium und Indium. Durch die Nadel gepresst, entstehen kleine Tropfen, welche eine 3D-Struktur entstehen lassen. Der NC State University erklärt Dr. Michael Dickey, Professor im Bereich Chemical and Biomolecular Engineering, warum das Gemisch dazu geeignet ist, 3D-Objekte zu erschaffen: "Die Legierung aus Gallium und Indium reagiert bei Zimmertemperatur mit dem Sauerstoff in der Luft und bildet dabei eine Art Haut, die es dem Metallgemisch gestattet, die Form zu behalten."

Auf diese Weise lassen sich jedoch nicht nur durch Metalltropfen verbundene Objekte herstellen, sondern auch dünne, gerade Schienen. Diese dienen dazu, elektronische Bauteile in drei Dimensionen miteinander zu verbinden. Für den Tüftler, der gerne mit Elektronik bastelt, bleibt diese Methode jedoch erst einmal noch Zukunftsmusik. Der Grund dafür ist einfach: Das flüssige Metall kostet ungefähr 100 Mal so viel wie der für herkömmliche 3D-Drucker benötigte Kunststoff.

In dem Video sehen Sie, wie ein 3D-Objekt aus flüssigem Metall entsteht:

3D Printing of Liquid Metals at Room Temperature

Quelle: Michael Dickey
2:45 min

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