E-Commerce

Das richtige Shopsystem für den B2B-E-Commerce

11.11.2014 von Redaktion pcmagazin

Viele Shopsysteme haben ihre Wurzeln im B2C-E-Commerce. Allerdings unterscheiden sich die Anforderungen im Consumer-Bereich von denen im Geschäftskundensegment. Daniel Hölzer von netz98 hat sieben Kriterien zusammengestellt, die entscheiden, ob ein Shopsystem sich für den Einsatz im B2B-E-Commerce eignet.

ca. 1:50 Min
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1. Achten Sie auf die Schnittstellen!

Im B2C-Geschäft werden E-Commerce-Plattformen in der Regel gemeinsam mit den nötigen Backend-Systemen aufgesetzt. Im B2B-Business müssen sich die Shopsysteme dagegen meist in eine bestehende, komplexe Systemlandschaft rund um ein Warenwirtschaftssystem (ERP) integrieren. Fehlende Schnittstellen und ein zu geringes Integrationsniveau sind deshalb K.-o.-Kriterien. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass das System über die notwendigen Schnittstellen zu Ihren vorhandenen Systemen verfügt oder sich diese ergänzen lassen.

2. Qualität lohnt sich!

Shopsysteme aus dem Consumer-Bereich verfügen meist über leistungsfähige, praxiserprobte und einfach kombinierbare Funktionen für ein einheitliches Frontend, eine intuitive Navigation, schnellen Seitenaufbau, eine nutzerfreundliche Produktsuche und -präsentation, einen übersichtlichen Warenkorb und einen einfachen Checkout. Auch B2B-Shopbetreiber profitieren von solch hochwertigen Komponenten.

3. Setzen Sie auf Bezahlstandards!

Das Shopsystem sollte die Payment Card Industry Data Security Standards (PCI-DSS) und Payment Application Data Security Standards (PA-DSS) erfüllen. Die Einhaltung dieser Richtlinien zur Sicherung von Kreditkartenzahlungen wirkt sich auch positiv auf die Gesamtsicherheit des Systems aus, da damit Datenzugriffe auf ein Minimum reduziert und personenbezogene Daten verschlüsselt werden.

4. Halten Sie es einfach und stabil!

Eine unkomplizierte und stabile Shoparchitektur ist für jeden B2B-Shop eine Grundvoraussetzung. Im Idealfall besteht die Basiskonfiguration aus zwei Frontend-Servern hinter einem Load-Balancer, die auf einen Datenbank-Cluster im Master-Slave-Konstrukt zugreifen. Zusätzlich zur hohen Verfügbarkeit reduziert die Trennung von Frontend- und Datenbank-Servern die Angriffsfläche.

Daniel Hölzer,netz98
Autor: Daniel Hölzer ist Gründer & Managing Partner der E-Commerce-Agentur netz98 und bloggt auch unter www.regalsprecher.de .
© Daniel Hölzer

5. Setzen Sie Cache-Systeme ein!

Für eine optimale Performance sollte das Shopsystem über intelligente Caching-Mechanismen zur Bereitstellung statischer Inhalte verfügen. Damit sinken die Last der Webserver und die Zugriffszeiten. Änderungen an statischen Inhalten sollten dabei aktiv an das Cache-System weitergegeben werden.

6. Planen Sie voraus!

Skalierbarkeit und Flexibilität, sowohl im Funktionsumfang des Shops wie auch bei der integrierbaren Datenbasis, sind ebenso wichtig. Über Schnittstellen und Module sollte sich das Shopsystem flexibel an weitere Backendsysteme anbinden und in Leistungs- und Funktionsumfang an den individuellen Bedarf anpassen lassen. Shopsysteme mit einem modularen Aufbau lassen sich in der Regel kostengünstiger anpassen als hochstandardisierte Systeme.

7. Nutzen Sie ein Multistore-Konzept!

Sollen ein diverses Produktportfolio oder unterschiedliche Zielgruppen über verschiedene Shops abgebildet werden, ist die Unterstützung eines Multistore-Konzepts sehr hilfreich. Über eine zentral gepflegte Installation und einen Datenstamm können Unternehmen so alle ihre Zielmärkte und die dortigen Kunden individuell ansprechen.

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