Vergleichstest

OKI MC 361 im Test

OKI MC 361

© Hersteller/Archiv

Oki MC 361; [ 82 ]gut

Zusammen mit HP erreicht der OKI MC 361 in diesem Vergleichstest die höchste Punktzahl und damit die Auszeichnung Testsieger.

Pro

  • Geringer Stromverbrauch
  • Gute Druck- und Kopierqualität

Contra

  • Relativ laut
  • Wenig Arbeitsspeicher
  • Schwächen beim Fotodruck

Wer die Energiespareinstellungen des OKI MC 361 ändern möchte, braucht das Administrator-Passwort (aaaaaa). Die Standardeinstellungen betragen 10 und 30 Minuten. Das heißt, nach 10 Minuten hört der OKI mit Nachheizen auf und nach 30 Minuten fällt er in einen "Tiefschlaf", bei dem der minimale Stromverbrauch von 1,2 Watt erreicht wird. Dieser ist notwendig, um Faxe empfangen zu können.

Aus dem Tiefschlaf heraus benötigt der OKI für einen Standardbrief gut 55 Sekunden. Aus dem Stand-by gelingt die erste Seite im Draftmodus bereits nach 11 Sekunden. Sehr gut: Im Vergleich zum Vorgänger, dem 360, wurden die Jahresstromkosten um über ein Drittel auf rund 41 Euro gesenkt.

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Wer diese Taste betätigt und glaubt, er könne damit einen laufenden Druckauftrag abbrechen, der irrt. Was OKI sich dabei gedacht hat, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

Angenehm ruhig ist der OKI nur im Schlafzustand, ansonsten macht das Gerät relativ laute Betriebsgeräusche, die man am Arbeitsplatz nicht wirklich schätzt. Mit 256 MByte Speicher ist das Gerät in der Grundausstattung offenbar spärlich bestückt. Im Test haben größere Bilddateien (zirka 50 MByte, TIFF-Format) zum Speicherüberlauf geführt (Fehler 420).

Das Gerät blockiert dann bis man den Druckauftrag in der Druckerwarteschleife löscht und den Speicher per gelbem Resetknöpfchen am Gerät leert. Für Fotoausdrucke ist der MC 361 aber ohnehin nicht prädestiniert. Es gibt zwar einen explizit im Treiber anwählbaren Fotomodus, ob mit oder ohne, den Bildern fehlt es an Farbumfang und Detaildarstellung, es kommt stellenweise zu unschönen Artefakten, insbesondere da, wo feine Farbabstufungen nicht dargestellt werden können.

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Die Kurven zeigen den Strombedarf für den Ausdruck eines zweiseitigen Dokumentes. Wir regeln das Nachheizen auf fünf Minuten herunter, wenn möglich. Diese Messung dient als Grundlage für die Berechnung der Jahresstromkosten.

OKI legt dem MC361 eine Menge Software bei, jedoch fehlt eine umfangreiche "Schaltzentrale", in der bestimmte Workflows optimiert werden können. Für einen OCR-Scan kann man zwar das ActKey-Tool so weit einstellen, dass es Scans in einem Ordner ablegt. Dann muss man das Bild allerdings in Paperport laden und auf das Wordsymbol ziehen, um die OCR-Verarbeitung anzuschmeißen.

Ratgeber: So drucken Sie über ein Netzwerk

Diverse weitere Mausklicks sind vonnöten bis die Grafikdatei als Textdatei im Word erscheint. Das ist umständlich und langwierig. Im Ergebnis jedoch fehlerfrei. Wenig komfortabel sind die Workflows für Scans von Dokumenten als PDFs oder Bilddateien gelöst. Fotos muss man beispielsweise per Hand zuschneiden. Einziger Trost: Die meisten anderen Hersteller machen es auch nicht besser.

Scans auf einen USB-Stick erledigt der OKI schnell. Die Druck- und Kopierqualität bei Officeaufgaben gefällt gut bis sehr gut, der MC 361 schafft es inzwischen sogar unseren Siemensstern vollständig auszudrucken. Sehr ärgerlich ist allerdings, dass das Gerät auf die "Stopp-Taste" überhaupt nicht reagiert. Insbesondere im Einsatz als Arbeitsgruppengerät erschließt sich der Sinn der Funktionsverlagerung der Stopp-Taste nicht.

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