Microsoft, Toshiba und HP

Microsoft Surface Book 2

© Microsoft

Microsoft Surface Book 2

Pro

  • Verarbeitung: noch besser als die anderen
  • Leistung: top bei CPU und Grafikkarte
  • Display: großartige Darstellungsqualität
  • Mobilität: sehr gute Akkulaufzeit

Contra

  • Wartung: Gehäuse verklebt
  • Preis: mehr als 3.000 Euro teuer

Fazit

PC Magazin Testurteil; sehr gut; Preis/Leistung: mangelhaft

Das Surface Book 2 von Microsoft sticht in diesem Testfeld aus diversen Gründen heraus. Anders als die beiden Konkurrenten ist das Gerät kein reines Notebook, sondern ein Detachable, bei dem sich das Display als Tablet auch solo betreiben lässt. Der Mechanismus, der den Tastaturteil sowie das Panel verbindet, ist von herausragender Qualität und wirkt langlebig und robust. Besser kann eine Verbindung kaum realisiert werden. 

Der Bildschirm im ungewöhnlichen 13,5-Zoll-Format ist, was die Auflösung betrifft, überragend gut. Das Bild ist gestochen scharf und der Konkurrenz von HP und Toshiba deutlich überlegen. Das betrifft jedoch nur die Bildschärfe, nicht aber die Helligkeit. Die ist zwar höher als beim Portégé, doch das HP-Panel ist, zumindest bei der von uns gestesteten Ausstattungsvariante, spürbar heller. Leider spiegelt auch das Surface-Display recht stark. 

Die im Surface verbaute CPU, ein Core i7-8650U, ist der modernste und stromsparendste Prozessor im Testfeld – und auch der bei Weitem teuerste. 16 Gbyte Hauptspeicher hat die Konkurrenz ebenfalls an Bord, doch bei der Grafikkarte und der SSD setzt Microsoft Maßstäbe. So hat das Surface Book 2 eine Geforce GTX 1050 zu bieten, und die SSD liefert ein sattes Terabyte Speicherplatz. Unwahrscheinlich, dass man bei diesem Volumen in näherer Zukunft an Grenzen stößt.

Introducing the new Surface Book 2 (Offizielles Produktvideo)

Quelle: Microsoft
Das offizielle Produktvideo zum Surface Book 2 von Microsoft (2:02 min).

Allerdings geizt Microsoft bei den Anschlüssen und verbaut lediglich USB 3.0 sowie 3.1 Typ C, Letzterer leider ohne Thunderbolt-Unterstützung. Immerhin fand sich Platz für einen SD-Karten-Leser. Ein Monitor kann lediglich über USB angeschlossen werden, ein Adapter auf HDMI liegt dem Surface bei. 

Ein ganz anderes Kaliber als bei der Konkurrenz sind die Kameras, von denen das Surface sogar zwei zu bieten hat. Mit Auflösungen von acht beziehungsweise fünf Megapixeln sind sie um Klassen besser als das, was sich im HP und im Toshiba findet.

Reparieren Fehlanzeige 

Das Gehäuse des Surface ist komplett schraubenlos. Was wirklich schön und elegant aussieht, hat jedoch einen gravierenden Nachteil: Ohne größere Eingriffe, die man als Laie besser sein lässt, kann dieses Surface weder repariert noch aufgerüstet oder auch nur von Staub befreit werden. Sowohl das Panel als auch der Teil mit der Tastatur sind jeweils komplett verklebt, zu öffnen sind beide Teile nur durch die Nutzung von flachen Plastikkeilen und Zuführung von Wärme, die den Kleber aufweicht. 

Zusätzlich kleben auch die Akkus in den Gehäuseschalen, und aufgrund der Enge im Gehäuse muss man die Keile mit größter Sorgfalt verwenden. Im Netz finden Sie hierzu aufschlussreiche Anleitungen und auch die Werkzeuge, die zum Öffnen des Gerätes benötigt werden, generell raten wir von dieser Prozedur aber dringend ab. Schicken Sie das Gerät zur Reparatur besser zum Hersteller.

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Der USB-3.1-Typ-C-Anschluss des Surface unterstützt leider kein Thunderbolt.

Das Surface Book 2 im Testlabor 

Dank der im Vergleich zu den sonst verwendeten Onboard-Lösungen schnellen Grafikkarte holt das Surface im 3D Mark Cloud Gate die mit Abstand meisten Punkte. Allerdings macht in diesem Szenario der ansonsten eher leise Lüfter durch deutlich hörbares Rauschen auf sich aufmerksam. 

Benchmark Punkte
3D Mark Cloud Gate 16.757 Punkte
PC Mark 8 (Work) 2.903 Punkte
Cinebench R11.5 CPU 7,43 Punkte
HD TUNE 5.60 (HD-Transfer Lesen Durchschnitt) 1.390,1 MByte/s

Auch im Cinebench kann das Surface seine Muskeln spielen lassen, im PC Mark 8 kommt das Gerät jedoch nur als Dritter über die Ziellinie. Mit nahezu zehn Stunden ist die Akkulaufzeit des Surface die mit weitem Abstand beste im Test. Das liegt unter anderem an der Verwendung von zwei Akkus, denn sowohl im Panel als auch unter der Tastatur befindet sich ein solcher. Klar, dass die Akkulaufzeit im Tablet-Betrieb ohne den Tastatur-Teil dann kürzer sein muss, doch etwas mehr als 135 Minuten hätten es am Ende dann doch sein dürfen.

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Testsiegel PC-Magazin - sehr gut

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Testsiegel PC-Magazin Business-Notebook des Jahres 2018

Fazit

Am Ende entscheidet ein einziger Punkt: Das Surface Book 2 von Microsoft fährt denkbar knapp den Testsieg ein und darf sich mit dem Titel PCM-Business-Notebook des Jahres 2018 schmücken.​

Microsoft Surface Book 2: Testergebnisse

  • Ausstattung: 19/20 Punkte
  • Displayqualität: 16/20 Punkte
  • Mobilität: 21/30 Punkte
  • Systemleistung: 30/30 Punkte
  • Gesamtwertung: 86 Punkte

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