Die Software hat alles im Griff

Überblick: Hyperkonvergente Systeme und Infrastrukturen

Glaubt man den Auguren der IT-Branche – den Analysten und Evangelisten – so stehen den IT-Verantwortlichen und -Administratoren ein weiteres Mal einmal große Änderungen ins Haus. Die Hardware verliert ihre tragende Bedeutung und alle wichtigen Funktionen bis hin zum Netzwerk sollen fast nur noch in Software gelöst werden.

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Fast alles via Cloud- und Software? Ein Überblick!

Die IT-Branche ist sicher nicht arm an sogenannten "Buzzwords" und niemand verwundert es mehr, wenn im Wochenrhythmus ein weiterer Begriff durch das mediale Dorf getrieben wird. Doch Ausdrücke wie "konvergent", "hyperkonvergent" und "hyperkonvergente Infrastrukturen" halten sich schon eine ganze Weile und scheinen in der Zwischenzeit die meisten Bereiche der IT erreicht zu haben. Unser Beitrag gibt einen Überblick über die "schöne neue Welt der Konvergenz" speziell in den Rechenzentren und ganz allgemein in der IT.

Wer die Meldungen und Ankündigungen rund um dieses Thema liest, könnte schnell zum dem Schluss kommen, dass die Zeit der Rechenzentren und IT "in Hardware" endgültig vorüber ist: Alles wird in Software gelöst, das beginnt bei den Server-Systemen und reicht über die Speicherlösungen und Desktops der Anwender (Stichwort VDI - Virtual Desktop Infrastructure) bis hin zum Netzwerk. Bereits im August 2015 haben die Analysten von Gartner ihren sogenannten “Magic Quadrant for Integrated Systems" veröffentlich. Die Analysten fassen darunter sowohl traditionelle integrierte Systeme auf Blade-Server- und SAN-Basis als auch konvergente und hyperkonvergente Systeme zusammen. Insgesamt teilt Gartner die als integrierte Systeme bezeichneten Lösungen in drei Kategorien auf:

  • Integrated Stack Systems (ISS): Systeme, bei denen Server, Storage sowie die benötigte Netzwerk-Hardware zusammen mit Anwendungssoftware integriert angeboten werden, um als Appliance oder mit Appliance-ähnlicher Funktionalität zu arbeiten.
  • Integrated Infrastructure Systems (IIS): Server-, Storage- und Netzwerk-Hardware werden integriert, um dem Anwender eine geteilte Infrastruktur (shared compute infrastructure) bieten zu können.
  • Hyperconverged Integrated Systems (HCIS): Eng verbundene Systeme (tightly coupled) aus Rechenleistung, Storage- Netzwerk-Hardware, die auf ein SAN (Storage Area Network) verzichten können.

Woher kommt der "Run" der Firmen auf diese Techniken? Glaubt man den Analysten, so werden Bedarf und der steigende Einsatz von konvergenten Infrastrukturen gerade in den größeren Unternehmen durch zwei Faktoren hervorgerufen: Die Komplexität der Storage-Lösungen steigt schnell und stetig an und die meisten Firmen hatten oder haben immer noch mit großen Problemen zu kämpfen, wenn es um die Skalierung ihrer IT geht.

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