Datenschutz, Geschwindigkeit und Co.

HTTP/2: Diese Vorteile bringt das neue Web-Protokoll

17.5.2016 von Anna Kobylinska und Filipe Pereira Martins

HTTP/2 bringt nicht nur schnelleres Surfen, sondern erhöht auch die Sicherheit für Surfer und das gesamte Netz. Wir erklären, was Sie über das neue Web-Protokoll wissen müssen.

ca. 1:25 Min
Business-it
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  1. HTTP/2: Diese Vorteile bringt das neue Web-Protokoll
  2. So funktioniert HTTP/2
  3. Mehr Datensicherheit durch HTTP/2
  4. Voraussetzungen für HTTP/2
  5. Fazit
HTTP 2
HTTP/2 bringt nicht nur schnelleres Surfen, sondern erhöht auch die Sicherheit für Surfer und das gesamte Netz –SSL wird zur Pflicht.
© shutterstock/Gonzalo Aragon

Datenschutzexperten sind sich alle einig: Ohne moderne Cybersicherheit ist der Datenschutz nur ein Papiertiger. Die Betreiber von kritischer Infrastruktur in Deutschland sind gesetzlich verpflichtet, relevante Cybersecurity-Vorfälle dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zu melden. Künftig müssen alle Seitenbetreiber - einschließlich nicht gewerblicher Blogger - die Benutzer ihrer Dienste über etwaige Sicherheitspannen umgehend in Kenntnis setzen.

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung, die europaweit ab Juni/Juli 2018 in Kraft tritt und in allen Mitgliedsstaaten direkt anwendbar ist, sieht für Verstöße drakonische Strafen in Höhe von bis zu vier Prozent der Jahresumsätze vor. Eine automatische Verbesserung des Datenschutzes kommt mit dem neuen HTTP-Protokoll.

Seit Tim Berners-Lee das Web im Jahre 1991 aus der Taufe hob, hat sich an dem Übertragungsprotokoll HTTP (Hypertext Transfer Protocol) praktisch kaum etwas geändert. Die aktuell gängige Version 1.1 stammt aus dem letzten Jahrtausend.

Die neue Version, getauft auf den Namen HTTP/2, ist ein Versuch, das Internet ins 21. Jahrhundert zu retten. Durch zahlreiche neue Features wie das Multiplexing, Server-Push, Flusskontrolle, Anfragengewichtung und andere (siehe Kasten Vorteile von HTTP/2 auf einen Blick) sowie das Abschneiden alter Zöpfe hebt HTTP/2 die Unzulänglichkeiten seines Vorgängers auf.

Eine typische Webseite lässt sich durch die bloße Umstellung auf HTTP/2 (also ohne sonstige Verbesserungen) um ca. 30 Prozent beschleunigen. Das ist ein ganz respektables Resultat, wenn man beachtet, dass die Unterstützung des Protokolls durch Software erst noch in den Kinderschuhen steckt.

HTTP/2 scheint unter den Webmastern auch bereits auf Zustimmung zu stoßen. Die Anzahl von Webseiten mit Unterstützung für HTTP/2 hat sich weltweit seit dem vergangenen Dezember mehr als verdoppelt (die Daten entstammen der IoT-Suchmaschine Shodan.io). In Deutschland basieren bereits satte 60 Prozent aller HTTP-Anfragen auf dem neuen Protokoll.

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