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Apple AirPrint: Einfaches Drucksystem

15.2.2016 von Thomas Bär und Frank-Michael Schlede

ca. 2:15 Min
Business-it
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  1. Moderne Drucksysteme: Lösungen von Google, Apple und Co.
  2. Google Cloud Print: Der Wolkendrucker
  3. Apple AirPrint: Einfaches Drucksystem
  4. Standards für Windows und Linux

Die Zeiten, in denen Apple-Druckdienste synonym für PostScript standen, sind schon lang vorbei. Auch wenn Macs wohl nach wie vor das Segment Layout und Druckvorstufe beherrschen, haben die Entwickler im US-kalifornischen Cupertino eine leistungsfähige, gemeinsame Basis für ihre "OS X"- und iOS-Geräte geschaffen: AirPrint.

Die wichtigste Design-Anforderung haben die Entwickler dabei perfekt umgesetzt: Einfachheit. Wie Google, so versucht auch Apple, die Hersteller zur Umsetzung einer direkten Software-Integration auf Druckern oder Multifunktionsgeräten einzustimmen. Und das gelingt dem Konzern äußerst gut, denn alle bekannten Hersteller von Brother, Hewlett Packard, Kyocera, Oki, Samsung oder Xerox sind auf der Kompatibilitätsliste und im Apple Store zu finden.

Trotz gewisser Ähnlichkeiten in der Einbindung unterscheiden sich die Plattformen von Google und Apple jedoch grundlegend. AirPrint-kompatible Drucker und die druckenden Client-Systeme müssen sich innerhalb desselben Netzwerks- oder WLAN-Bereichs befinden. Eine Internet-basierte Druckerwarteschlange gibt es bei Apple nicht. Die Unterstützung für AirPrint findet sich auf allen gängigen Apple-Systemen, vom iPhone 3GS angefangen, über iPod touch ab der dritten Generation, iPads und OS X Lion und höher.

Apple Druckeroptionen
Dank AirPrint können Dokumente selbst vom iPhone ohne große Klimmzüge zum Ausdruck gebracht werden.
© Apple

Möchte der Benutzer, beispielsweise über ein iPad einen Druckauftrag aus dem Safari-Browser losschicken, drückt er bei der gewünschten Seite auf den "Aktion"-Button und wählt den Befehl  "Drucken". Alle in der Nähe verfügbaren und über AirPrint ansprechbaren Drucker listet das Dialogfenster selbstständig auf. Alle wesentlichen Einstellungsmöglichkeiten, von der Ausrichtung, Seitengröße bis hin zum Medientyp, Statusinformationen zum Toner- oder Tintenstand, stehen dem Anwender zur Verfügung.

Sollte ein lokaler Drucker nicht über die notwendige WLAN-Schnittstelle verfügen, so besteht dennoch die berechtigte Chance, ihn über das WLAN-Netzwerk gemeinsam nutzen zu können, wenn das Gerät über einen AirPort Time Capsule-, AirPort Extreme- oder eine AirPort Express-Basisstation direkt angeschlossen ist. Entsprechende Kurzanleitungen bietet die Apple-Homepage. Grundlage der Kommunikation ist das nicht routbare Layer-2-Protokoll "Bonjour". Soll der Zugriff über mehrere Netzwerksegmente möglich sein, muss ein Administrator zwangsläufig ein "Bonjour-Gateway" vorhalten. Ein kleines Zusatzprogramm mit Namen "Airprint Activator für Windows" ermöglicht auch Windows-Benutzern nicht-AirPrint-fähige Drucker bereitzustellen. Hierzu sind die Installation des Bonjour-Protokolls, die Aktivierung des Gast-Accounts und die Freischaltung von drei TCP-Ports erforderlich.

Lesetipp: Von iPhone & iPad drucken ohne AirPrint

AirPrint ist für die Apple-Plattform eine äußerst praktische, robuste und leicht zu bedienende Druckumgebung. Leider ist die Freigabe von Druckern für andere Benutzer, im Vergleich zu Windows-Druckern, eher intransparent. Was jedoch wahrlich begeistert ist die Einfachheit - gemeinsames Drucken ist bei Apple eine Selbstverständlichkeit. Hoffentlich laufen alle Apple-Geräte in einem Unternehmen über eine einzige Kostenstelle, denn eine Verrechnung ist für die IT nur schwer realisierbar.

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