Kaufmännische Komplettpakete im Test

Kaufmännische Pakete aus der Cloud und Fazit

3.2.2017 von Björn Lorenz

ca. 2:25 Min
Business-it
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  1. Buchhaltung: Cloud-Dienste vs. Desktop-Software
  2. Kaufmännische Pakete aus der Cloud und Fazit

 Kaufmännische Cloud-Lösungen reichen in puncto Ausstattung oft noch nicht ganz an klassische Software heran. Für Selbstständige und Kleinbetriebe, die ihre Buchhaltung dem Steuerberater überlassen oder die Gewinnermittlung nutzen, sind sie jedoch bereits jetzt eine echte Alternative.​​

LexOffice Buchhaltung & Berichte 

LexOffice ist in drei Versionen erhältlich, wobei die Unterschiede ausschließlich im Bereich der Buchhaltung zu finden sind. Die EÜR lässt sich ausschließlich mit der Version Buchhaltung & Berichte erstellen. Bei LexOffice steht der Belegfluss im Fokus. LexOffice ist eher für Dienstleister mit überschaubarem Kundenkreis gedacht, weshalb Gruppierungen oder Preisstaffeln nicht vorgesehen sind. Dafür gibt es kaum eine andere Lösung, bei der Aufträge derart schnell eingegeben sind.​

Gescannte und digitale Belege lassen sich per Drag-and-Drop übernehmen und werden direkt beim Import kategorisiert. Eine OCR-Funktion hilft, die Rechnungsdaten halbmanuell zu übernehmen. Mit Kassenbuch und Online-Banking ist auch der Punkt Zahlungsverkehr bestens abgedeckt. Zudem ist eine kleine Anlagenverwaltung an Bord. Punkte sammelt LexOffice mit dem Dashboard, das Außenstände, Umsätze, Einnahmen und Ausgaben übersichtlich zusammenfasst.​

Sage One Finanzen & Buchhaltung

 Anders als LexOffice beherrscht Sage One neben der Gewinnermittlung auch die Bilanzierung. Gearbeitet wird belegorientiert. Für freie Buchungen existiert eine vereinfachte Buchungsmaske. Gescannte oder digitale Belege lassen sich gesetzeskonform archivieren. Über die mobile App können Geschäftszahlen abgerufen und Aufträge erfasst werden.

Der Arbeitsprozess ist bei Sage One schlank und transparent. Gelungen ist die Integration der Chefübersicht​ auf der Startseite. Sie präsentiert nicht nur aktuelle Geschäftszahlen – zum Beispiel zur Liquidität, zu Umsätzen oder Außenständen –, sondern listet auch wichtige Vorgänge.​

Debitoor M 

Debitoor M ist eine einfach strukturierte Cloud-Lösung, die auf jeglichen Schnick-Schnack verzichtet. Dadurch ist der Spielraum stellenweise etwas eingeschränkt. Die Buchhaltung arbeitet ausschließlich zahlungs- und belegorientiert. Die Bankintegration ist ausschließlich bei der teuersten Variante Debitoor L enthalten. Bei den Auswertungen werden auch Bilanz & GuV angeboten, die doppelte Buchführung – wie für Kapitalgesellschaften vorgeschrieben – beherrscht der Cloud-Dienst jedoch nicht. Mobile Lösungen für iOS und Android ergänzen den Funktionsumfang. Deutlich ausgebaut wurden in jüngster Vergangenheit die Anbindungen an angrenzende Cloud-Dienste.​

Fazit

In Sachen Funktionsumfang holen webbasierte Lösungen langsam auf. Hauptzielgruppe bleiben dabei Freiberufler, Selbstständige und Kleinunternehmen mit überschaubarem Sortiment sowie Belegvolumen. Die innovativen Oberflächen kommen vor allem Einsteigern zugute, die sich ohne kaufmännische Vorkenntnisse schnell einarbeiten können.

Bei den Cloud-Diensten teilen sich LexOffice und Sage One den ersten Platz. LexOffice wegen der innovativen Umsetzung, Sage wegen der besseren Ausstattung im Bereich Buchhaltung. Bei den klassischen Paketen hat das financial office die Nase vorn. Die Software ist ausgewogen ausgestattet und kann mit gelungener Anwenderunterstützung punkten.​

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Buchhaltungssoftware im Vergleich: Die Testergebnisse

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Zum Testverfahren für Finanzsoftware

In den meisten Kleinbetrieben wird die Buch-haltung nebenbei erledigt. Buchhaltungsprofis sind hier eher selten anzutreffen. Buchhaltungs-software sollte deshalb sicher arbeiten und einfach zu bedienen sein. Wer sich nah am Beleg bewegt, Eingabehilfen bereitstellt und ein hohes Automatisierungsniveau erreicht, kann Plus-punkte sammeln.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rechtssicherheit. So galt es beispielsweise, die gesetzlichen Vorgaben in der Buchhaltung einzuhalten oder korrekte Rechnungsformulare bereitzustellen. Auch eine mobile App, um unterwegs Kundendaten abzurufen oder neue Aufträge zu erfassen, gehört inzwischen fast schon zum Standard.

Ein besonderes Augenmerk haben wir dieses Mal auf die digitale Belegarchivierung gelegt. Um langfristige Investitionssicherheit zu gewährleisten, sollten sich die Lösungen flexibel erweitern oder ergänzen lassen.

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