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Videoschnitt mit Tipps vom Profi - Videoschnitt mit Tipps vom Profi

Videoschnitt mit Tipps vom Profi

Tipp 3: Nach Zeitplan schneiden

Profis arbeiten immer unter Zeitdruck, Heimanwender sollten sich ebenfalls einen Zeitplan aufstellen: Als grobe Faustregel gilt: Planen Sie immer mit einem Zeitpuffer von zwanzig Prozent - irgendetwas geht beim Schnitt immer schief.

Rechnen Sie unter optimalen Rahmenbedingungen mit mindestens einem Produktionstag für einen fünfminütigen Film. Grob gerechnet sollten Sie je zwei Stunden für die Datenübertragung/Sichtung, den eigentlichen Schnitt, die Nachbearbeitung (etwa Farbkorrekturen) und die Ausgabe inklusive Überprüfung benötigen.

Verbringen Sie nicht zu lange Zeit mit einzelnen Bildern/Clips - besonders am Anfang des Schnitts. Also: Bereits beim Sichten und Sortieren des aufgenommenen Materials sollten Sie so fein wie möglich schneiden; sonst kostet das hinterher nur viel extra Aufwand und zusätzliche Durchgänge. Auch den Ton sollten Sie immer gleich mit säubern. Suchen Sie ruhig gleich nach einer Alternativ-Lösung, wenn etwas nicht sofort funktioniert.

Bei mangelnder Schnittzeit hat sich im Profibereich auch die Methode des Vorkompilierens sehr fest etabliert: Der Cutterassistent sucht nach Sichtlisten der Regie/Redaktion O-Töne aus und sichert starke einzelne Momente/Aktionen und Schnittbilder. Mit einem Locator beschriftet er einzelne Ideen - vielleicht sogar farblich (üblich sind Rot bei O-Tönen, Grün für Schnittbilder etc.). So kann der Cutter gleich loslegen ohne sich erstmal durch Unmengen an Footage schlagen zu müssen.