Kaufberatung Toner, Tinte, Gel: Druckerarten im Vergleich
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Wir vergleichen die Vor- und Nachteile der Drucksysteme mit Tinte, Toner und Gel in fünf praxisorientierten Kategorien miteinander und nennen die Druckmethode, die für kleine Büros am besten geeignet ist.
Bedienung
Für kleine Büros ist ein 4in1-Multifunktionsgerät (Drucken, Scannen, Kopieren und Faxen) am sinnvollsten. Kompakt stehen alle Funktionen in einem Gehäuse zur Verfügung. Die Bedienung erfolgt entweder über eine immer dabeiliegende Druckersoftware am PC oder direkt am Gerät über die Bedieneinheit.
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Toner: Laserdrucker sind nach wie vor in der Regel gestandene Office-Geräte. Die ganze Bedieneinheit am Gerät und auch die Drucker-Software ist der Arbeit im Büro angepasst. Hier gibt es kaum privaten "Schnickschnack" wie etwa "Rote-Augen-Korrektur am Gerätedisplay" und Ähnliches.
Test: WLAN-Multifunktionsgeräte
Tinte: Office-Geräte auf Tintenbasis stehen den Laser-Modellen in Hinsicht Bedienfunktionen in kaum einer Option nach. Allerdings ist alles etwas ansprechender (Gehäusegestaltung, Material) verpackt. Oft sind auch Funktionen (z.B. Fotofunktionen) integriert, die eher im Privatbereich als im Office zur Anwendung kommen bzw. benötigt werden.
Gel: Die Modelle mit Gel-Farbstoff sind wie die Laserdruckgeräte eher für den Office-Gebrauch und dessen spezifischen Dokumentenvorkommen konzipiert. Die Bedienung ist daher im Großen und Ganzen mit der bei Laserdruckern vergleichbar.
Ausstattung
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Neben einem USB-Anschluss für die Direktverbindung mit einem PC sollte bei mehreren Nutzern eine Netzwerkschnittstelle nicht fehlen, am besten die kabelgebundene LAN- und die kabellose WLAN-Schnittstelle. Zusätzlich zu den Schnittstellen sollte es möglich sein, Dokumente schnell einmal auf einen USB-Stick zu scannen.
Ratgeber: So drucken Sie über ein Netzwerk
Besonders für Arbeitsgruppen sollte ein möglichst großer Papiervorrat möglich sein. Zwei Papiervorlagen sind für ein Office ebenfalls günstig, in einer Vorlage lagert das Geschäftspapier, in der anderen das Normalpapier für die täglichen Routinearbeiten.
Toner: Eine Laserdruckerserie umfasst meist mehrere Ausstattungsvarianten und lässt sich in der Regel bei Bedarf mit optionalen Erweiterungen auch später noch an gestiegene Ansprüche anpassen (Schnittstellen, Speicher, Papiervorlagen etc.). Hier muss der Anwender vor der Anschaffung wissen, was er an Ausstattung benötig.
Tinte: Auch die Ausstattung von Office-Tintengeräten ist sehr vielfältig, jedoch in der Regel an eine Modellvariante gebunden. Hier müssen Sie aufpassen, ob nach dem Kauf noch eine Aufrüstung möglich ist. Es werden oft optional Duplexeinheit, Papierkassette oder weitere Schnittstellen wie z.B. Bluetooth angeboten.
Gel: Die Office-Gel-Variante gibt es neben dem Grundmodell in verschiedenen Ausstattungsvarianten. Optional kann man in der Regel bei den meisten Modellen eine Papierkassette ergänzen. Das Modellangebot ist sehr begrenzt, da zurzeit nur die Firma Ricoh Gel-Modelle anbietet.
Druckqualität
Ein Büro-Drucker muss seine Qualitäten auf Normalpapier zeigen – und zwar hauptsächlich im Text- und Grafikdruck. Außerdem sollten die Ausdrucke möglichst nicht verschmieren und auch einmal einen Wassertropfen verschmerzen.
Die Tintenhersteller haben sich dafür die Pigmenttinten ausgedacht, bei denen der Farbstoff auf dem Papier verbleibt, die Feuchtigkeit durch das Papier verdunstet. Bei Toner, Pigment- oder Gel-Tinte ist in der Regel der Randbereich eines Zeichens kaum zerfasert, ein guter Textkontrast ist das Ergebnis. Auch bei Grafiken oder Diagrammen ist ein Farbverlauf kaum zu bemängeln, die Farbränder sind deutlich zueinander abgegrenzt.
Bei einem Tintenstrahler für den Office-Bereich sollten Sie deshalb einen Drucker wählen, der ausschließlich mit Pigmenttinte arbeitet.
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Toner: Laserdrucker erreichen eine sehr gute Textqualität auch auf Normalpapier. Die Dokumente sind lange haltbar, verwischen nicht und trotzen auch einem Wasserspritzer. Ein Randlosdruck ist nicht möglich, da der lose Toner vor der Fixierung locker auf dem Papier liegt, seitlich abrutschen und dadurch das Innere des Druckers verschmutzen kann.
Tinte: Tintendrucker sind in der Regel sehr flexibel bei den Druckaufgaben. Nur die Pigmenttinte liefert sehr gute, nahezu wischfeste Office-Ausdrucke. Die Zeichenränder sind gegenüber einem Laserdruck unter dem Mikroskop etwas ausgefranst. Dye-Tinte ermöglicht einen hervorragenden Fotodruck auf den verschiedensten Fotomedien. Ein Randlosdruck ist in der Regel möglich. Beide Eigenschaften sind aber für eine Office-Umgebung kaum relevant.
Gel: Im Druck auf Normalpapier schafft der Gel-Drucker ein optisch einwandfreies Druckbild. Die Zeichen sind allerdings ähnlich wie beim Tintendrucker an den Rändern etwas ausgefranst und wirken etwas kontrastarm. Eine komplette Schmierfestigkeit auf Normalpapier können wir dem Gel-Druck auch nicht bescheinigen. Randlosdruck ist theoretisch möglich, aber in den Druckereinstellungen des Testgerätes nicht vorgesehen.
Geschwindigkeit
Im oftmals hektischen Office-Alltag ist es von Vorteil, wenn ein Drucker nicht so lange benötigt, um einen Druckauftrag auszuführen. Deshalb sollte ein Büro-Drucker schnell bei der ersten Seite sein.
Kommen die Bürodrucker erst einmal in Fahrt, erreichen sie in der Regel die vom Hersteller angegebenen Seitendurchsätze in der Schnell- oder Draft-Einstellung. Neben der Druckgeschwindigkeit trägt auch die Scangeschwindigkeit ihren Teil zu einem guten All-in-One bei. Ist der Scanner schnell, forciert das die Kopiergeschwindigkeit und die Faxaufbereitung.
Test: Die besten Farblaserdrucker
Toner: Trotz vielfältiger Neuerungen der Druckerhersteller im Heizungszyklus der Laserdrucker benötigt ein Laserdrucker immer noch etwa 10 Sekunden, bis das erste Blatt in der Ablage liegt. Hier steht ihm ein Office-Tintendrucker mittlerweile nicht mehr nach. Schnell geht es beim Fotodruck, hier nehmen sich die Tinten- und Gel-Drucker mehr Zeit.
Tinte: Office-Tintendrucker bewältigen mittlerweile je nach Ausstattung gleiche Seitendurchsätze wie vergleichbare Laserdrucker. Ebenso schnell sind sie bei der Abarbeitung einseitiger Dokumente im Schnell- oder Draft-Modus. In diesem Modus wird mit der geringsten Auflösung gearbeitet, was oft zu einem etwas blasseren Druckbild führt.
Gel: Im Seitendurchsatz stehen die Gel-Drucker vergleichbaren Tinten- und Laserdruckern in nichts nach. Bei der Abarbeitung der ersten Seite sind sie etwas langsamer. Unser Testgerät wurde sehr langsam, wenn es darum ging Fotos in höchster Qualität auszudrucken.
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Folgekosten
Office-Drucker sind in der Regel ständig im Einsatz, daher sind austrocknende Tintenpatronen oder Druckköpfe bei Tintenmodellen wohl kein Thema. Für Bürodrucker gibt es meist extra hoch befüllte Farbstoffbehälter, meist durch "XL" oder ähnlich bezeichnet. Mit solchen Produkten erzielt man in der Regel niedrige Seitenpreise, wenn auch die Anschaffung recht teuer wirken mag.
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Toner: Die Seitenpreise bei Laserdruckern sind sehr niedrig, dafür wird während der Abarbeitung mehr Energie benötigt.
Tinte: Die Seitenpreise bei Office-Druckern und Office-Dokumenten gleicht nahezu den Tonerpreisen, im Energieverbrauch sind Tintendrucker genügsamer.
Gel: Für Office-Dokumente erzielt man bei Gel-Druckern nahezu gleiche Seitenpreise wie bei Laser- oder Office-Tintendruckern. Die Energiekasten gleichen in etwa denen der Office-Tintendrucker.
Fazit
Laser- und Tintendrucker für das Büro sind bei gleichen Ausstattungsmerkmalen nahezu gleichwertig anzusehen. Bei Laserdruckern ist der Farbvorrat größer und reicht länger, dafür ist der Energieverbrauch während der Abarbeitung höher. Gel-Drucker stecken noch in den Anfangsschuhen und müssen hauptsächlich bei der Druckqualität und Ausstattungsvielfalt noch etwas zulegen.
| Toner | Tinte | Gel | |
| Bedienung | gold | gold | gold |
| Aus-stattung | gold | silber | bronze |
| Druck-qualität | gold | silber | bronze |
| Geschwindigkeit | gold | gold | bronze |
| Folge-kosten | bronze | gold | gold |
| Gold = 3 Punkte, Silber = 2 Punkte, Bronze = 1 Punkt | |||