
14 Security Suites im Test
Die Energie Krimineller im Internet kennt keine Grenzen: Zunehmend nutzen sie die Cloud und CaaS – Crime as a Service – verbreitet sich. Schutz bieten Security-Suiten, von denen wir die 14 wichtigsten unter die Lupe genommen haben.
Inhaltsverzeichnis
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Die Zeiten, als sich die Virenschreiber gegenseitig am Schulhof auf die Schultern klopften, sind vorbei. Die Internetkriminellen sind inzwischen so gut organisiert wie die Cosa Nostra.
Den Tätern geht es heute nicht mehr um Anerkennung unter Skript-Kiddies, sondern darum, in möglichst kurzer Zeit viel kriminelles Geld zu machen. Mit Attacken auf Kreditkartendaten, Bankkontoverbindungen oder dem Verkauf von vorgetäuschter Anti-viren-Software (siehe PC Magazin 12/2010) werden Millionen umgesetzt.
Was früher die Entführung reicher Millionärssöhne und -töchter war, ist heutzutage die durch falsche Sicherheitssoftware verursachte Festplattenverschlüsselung mit anschließender Freipressung des Entschlüsselungscodes.
Mehr über... Die Testkandidaten
Avast Internet Security 5
AVG Internet Security Suite 2011
Avira Premium Security Suite 10
Bitdefender Internet Security 2011
ESET Smart Security 4
F-Secure Internet Security 2011
GData Internet Security 2011
Kaspersky Internet Security 2011
McAfee Internet Security 2011
Microsoft Security Essentials
Panda Internet Security 2011
PCTools Internet security 2011
Symantec Internet Security 2011
TrendMicro Titanium Internet Sec.
Den Kriminellen wird es teilweise auch sehr einfach gemacht. Oft öffnet ein ungepatchtes Windows den Eindringlingen Tür und Tor, mitunter mangelt es an Security-Software oder diese versagt, weil sie veraltet ist. Ohne Absicherung durch eine Security-Suite oder die Kombination Antiviren-, Anti-Spyware- und Firewall-Tool, sollte man sich gar nicht mehr ins Internet trauen.
PC Magazin hat die neuen Versionen von 14 Internet-Security-Suites und den dazugehörigen Pendants an Gratisversionen getestet. Vorweggesagt, die Free-Versionen der einzelnen Hersteller (Ausnahme Panda) stehen in der Malware-Erkennung den kostenpflichtigen Versionen in nichts nach.
Sie haben aber den entscheidenden Nachteil, dass gewisse komfortable Features fehlen, wie z.B. E-Mail-Scanner, Spam-Filter, Browser-Filter oder Firewall (siehe auch "Kostenlos vs. kostenpflichtig").
Die Testergebnisse im Schnelldurchlauf
14 Anti-Viren-Tools im Test
1 von 14Platz 14: Panda Internet Security 2011
Preis 1 User (3 User)/Jahr: 35,99 (50,99) Euro
Betriebssysteme: Win XP (nicht 64 Bit), Vista, 7
Internet: www.pandasecurity.de
Gesamtwertung [100 max.]: 70 (befriedigend)
Punkte Virenschutz: 78
Die Freiheit über den Wolken
Immer mehr Hersteller setzen auf Cloud-Funktionen. Der Virenscanner erzeugt auf dem PC eine Prüfsumme von verdächtigen Dateien und schickt diese zusammen mit Zusatzinformationen an den Cloudserver. Dieser Server stellt in Millisekunden fest, ob die Datei bereits bekannt und gegebenenfalls auch infiziert ist.
Dies verringert die Signatur-Datei-Größe auf dem PC, birgt jedoch auch Gefahren in sich. Die alte Weisheit, dass man einen PC vom Internet trennen soll, sobald ein Virus entdeckt wurde, gilt heutzutage bei diesen Produkten nicht mehr. Hier kann es passieren, dass das Tool ein Virus in der Cloud entdeckt hat, diesen aber nach dem Trennen der Internetverbindung auf einmal nicht mehr kennt.
Das erschwert das Säubern eines infizierten PCs mit diesen Produkten unter Umständen. Ohne Internetverbindung ist der Anwender bei Weitem nicht so gut geschützt wie mit, das spielt vor allem beim Datenaustausch via DVD oder USB-Stick eine große Rolle.
Was passieren kann, wenn es einem Hacker gelingen sollte, den Fingerprint eines Virus in die White-List-Datenbank eines Herstellers einzuschleusen, möchte man sich gar nicht ausdenken. Unserer Meinung kann der Cloud-Service als Ergänzung gesehen werden, der Anwender sollte sich jedoch nicht allein auf die Cloud-Technologie verlassen. Maßgeblich sind immer noch eine gute lokale Erkennungsrate und eine solide Heuristik.
Inhaltsverzeichnis
- Teil 1 14 Security Suites im Test
- Teil 2 Infektionsvektor und Systembremsen
- Teil 3 Testverfahren, Bewertung und Fazit












