Phantom Sound

Zehn Soundbars im Vergleichstest

Mit nur einer Schallzeile unter dem Flat-TV wollen Soundbars 5.1-Rundumklang generieren. Wie gut das funktioniert, haben wir an zehn Klangriegeln getestet.

Soundbar und das Phantom der Oper

© Hersteller/Archiv

Zehn Soundbars im Vergleichstest

Wer sich heute ein schickes Flat-TV zulegt, ist wahrscheinlich erst einmal begeistert. HDTV macht Fernsehen zu einem ganz neuen Erlebnis. Doch schon nach kurzer Zeit kommt die Ernüchterung. Der Grund: Der schlechte Ton passt nicht zum guten Bild.

Der Trend zu immer flacher werdenden Bildern erschwert es den Entwicklern, die Tonqualität zu verbessern. Denn für eine breitbandige Tonübertragung bedarf es eines Mindestmaßes an Volumen. Wie soll ein kaum drei Zentimeter flacher Fernseher tiefe Töne von sich geben können? Die Physik lässt sich eben nicht überlisten.

Aber auch die Mittel-/Hochton-Fraktion lässt zu wünschen übrig. Oft mangelt es an der nötigen tonalen Balance und Feinauflösung. Wegen der nahezu rahmenlosen Bildschirme werden die Schallwandler häufig seitlich hinten platziert und der Schall wird nicht selten über schmale Kanäle zur Front geleitet. Solch ein "Röhren-Sound" lässt einfach keine neutrale Tonwiedergabe zu.

Problemlöser Soundbar

Nicht nur Lautsprecherfirmen haben hier ein Geschäft gewittert. Heute bietet nahezu jede Firma der Unterhaltungselektronikbranche - selbst die TV-Hersteller - eine Aufrüstlösung an. Die noch junge Produktgattung der Soundbars verspricht Besserung in Sachen Fernsehton. Verständlicherweise mag sich nicht jeder einen AV-Receiver plus Boxen-Set ins Wohnzimmer stellen, wenn bereits ein Klangbalken deutlich mehr Fernsehspaß bietet.

Vier Surround-Lautsprecher-Sets im Test

Einige Hersteller wählen die 2.1-Lösung mit separatem Subwoofer, andere integrieren den Bass gleich in den Soundriegel. In jedem Fall ist der Soundbar mindestens als 2.0-System aufgebaut. Das heißt: Ein linker und ein rechter Lautsprecher - meistens in Zwei-Wege-Technik - sorgen für die Tonübertragung.

Fast alle Hersteller bieten einen Dolby-Digital- und einen DTS-Decoder, um dem heutigen digitalen Tonstandard Rechnung zu tragen. Ob Kabeloder Sat-TV, es gibt heute kaum ein Produkt, das keinen digitalen Tonausgang vorweisen kann.

Der Clou der Klangbalken liegt jedoch in der elektronischen Verarbeitung des zugespielten Tons. Der decodierte Mehrkanalton wird kanalweise via DSP (Digital Signal Processor) in puncto Frequenz, Phase und Laufzeit derart bearbeitet, dass am Ende lediglich ein Stereo-Boxenpaar im Riegel eine weitläufige Bühne generiert.

Manche Anbieter verwenden auch für jeden Kanal ein Chassis, wobei die Rear-Kanäle über seitlich angeordnete Treiber und gezielte Reflexionen abgebildet werden. Solche Aufbauten werden auch Soundbeamer genannt.

Mit oder ohne externen Sub

In diesem Test haben wir zehn Soundbars zum Preis von 250 bis 2.000 Euro auf Her(t)z und Nieren geprüft. Die vier Probanden von B&W, Canton, Libratone und Yamaha kommen ohne externen Subwoofer aus, der Rest vertraut auf das Potenzial eines eigenen Basswürfels.

Fünf Micro-Subwoofer im Test

Etwas Besonderes bietet der skandinavische Hersteller Libratone: Via AirPlay nimmt der Lounge die Tondaten von iPod und Co. drahtlos entgegen. Samsung legt eine Docking-Station bei, die Musik kabelgebunden und drahtlos an den Soundbar übertragen kann. Bose, Harman/Kardon und Samsung senden die Basssignale wireless an ihre Subwoofer.

Bose versteht es, Produkte anzubieten, die die Kunden brauchen. Wenn es darum geht, aus kleinen Behausungen großen Klang zu zaubern, ist der amerikanische Hersteller dabei.

Zum ersten Mal auch mit einem Soundbar: Der CineMate 1 SR ist eine 2.1-Lösung mit kabellosem Subwoofer und ansprechender, sauber verarbeiteter Klangzeile. Bis zu fünf Zuspieler darf der Kunde an den Soundbar andocken: vier digitale und eine analoge.

Tabelle mit Ergebnissen

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