Vergleichstest

Zehn Blu-ray-Player im XXL-Test

Wir testen zehn Blu-ray-Player im großen Vergleich. Wir haben Geräte ausgewählt, die nichts vermissen lassen und trotzdem nicht teuer sind.

Blu-ray-Player

© Hersteller/Archiv

Zehn Blu-ray-Player im XXL-Test

Wir haben zehn Blu-ray-Player im Test: Zählen Sie zu den Schnäppchen-Käufern? Falls ja, dann dürfte keiner der hier getesteten zehn Blu-ray-Player auf Ihrer Einkaufsliste stehen. Denn keiner wechselt für 70 Euro - wie die günstigsten Geräte - den Besitzer. Und keiner setzt auf die billigsten Komponenten, die beim Nutzer schnell für Unmut sorgen. Wir haben Player ausgewählt, die nahezu keine Ausstattungsdetails vermissen lassen und dennoch für einen moderaten Preis erhältlich sind: vier brandneue Geräte und sechs Modelle der aktuellen Generation, die uns bereits in Tests überzeugt haben.

Schon für etwa 200 Euro in den Preislisten bekommen Sie einen dieser hochwertigen Allesspieler. Der Marktpreis dürfte in den meisten Fällen jedoch deutlich darunter liegen, so dass bereits 150 Euro ausreichen. Selbst wenn Sie zu den Schnäppchen-Käufern zählen, dürften Sie die zehn Punkte interessieren, auf die Sie beim Kauf achten sollten, um das optimale Gerät im Geschäft zu finden. Hinweise auf die Bild- und Tonqualität werden Sie dort jedoch nur selten auf den Info-Tafeln entdecken. Hier helfen nur unsere Tests, die den Playern auf den Zahn fühlen.

1. 3D-Blu-ray

Auch wenn Sie keinen 3D-Fernseher besitzen: Sie sollten zunächst überlegen, ob Sie nicht ein paar Euro mehr für einen 3D-Player investieren, um sich beim späteren Kauf eines neuen TV-Geräts nicht zu ärgern. Nur die absoluten Einstiegsgeräte sind unfähig, 3D-Blu-rays dreidimensional wiederzugeben, und zeigen stattdessen die 2D-Version des Films.

Einige Player können zudem zweidimensionalen Inhalten Tiefenwirkung verleihen. Das klappt mit Filmen auf Blu-ray, DVD, angeschlossenen USB-Festplatten und verbundenen Servern im Heimnetz. Mit richtigen 3D-Inhalten kann die Qualität nicht mithalten, weil das Geschehen mehr als Ganzes in den Raum verschoben wird, als dass der Player eine Tiefenstaffelung vornimmt.

Um die Dreidimensionalität an die TV-Schirmgröße und an die eigenen Wünsche anzupassen, können manche Player die räumliche Tiefe bei errechneten und richtigen 3D-Filmen ändern.

2. Netzwerk-Anbindung

Ohne eine LAN-Buchse kommt heute kein Player mehr aus - schon allein, um die neueste Firmware-Version auf dem Player zu installieren, die Fehler behebt oder neue Funktionen bringt. Doch häufig gibt es dort, wo Fernseher und Player stehen, keine Netzwerk-Buchse.

Es hilft also nur, ein Ethernet-Kabel quer durch den Raum zu legen oder auf drahtlosen Internet-Empfang zu setzen. Einige neue Player funken bereits per WLAN: Sie unterstützen meistens das schnelle WLAN-n mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 300 Mbit/s.

Player ohne WLAN-Modul lassen sich nachträglich aufrüsten. Kleine USB-Sticks, sogenannte Dongles, die man mit dem USB-Anschluss des Geräts verbindet, stellen dann die drahtlose Verbindung her.

Jeder Hersteller verwendet dabei eigene Sticks, die nur mit den eigenen Produkten funktionieren. Die WLAN-Sticks lassen sich die Anbieter teuer bezahlen. 50 Euro kann man schnell ausgeben; es kommt vor, dass das nächstgrößere Player-Modell mit eingebautem WLAN-Modul ähnlich viel kostet.

3. Online-Portal

Wer heute seinen Blu-ray-Player nicht mit dem Internet verbindet, verzichtet auf viele Funktionen. Nicht nur, dass einem BD-Live-Inhalte von Blu-rays vorenthalten werden, die zusätzliche Interviews oder Trailer aus dem Internet holen.

Vor allem die Online-Portale stellen bei immer mehr Blu-ray-Playern einen echten Mehrwert dar. Net TV bei Philips, Smart Hub bei Samsung oder BRAVIA Internet Video bei Sony: Nahezu jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen. Deshalb sollten Sie nicht nur darauf achten, dass ein Player über ein Online-Portal verfügt, sondern auch auf die verfügbaren Inhalte.

Das Streamen von YouTube-Videoclips ist mit den meisten Web-TV-Angeboten möglich. Wenn es jedoch um die ZDF-Mediathek, um Video-on-Demand-Portale wie Maxdome und um Videotelefonie über Skype geht, herrscht Uneinigkeit unter den Herstellern.

4. Netzwerk-Streaming

Der LAN-Anschluss erfreut vor allem Vernetzungs-Fans. UPnP (Universal Plug and Play) heißt das Zauberwort, um vom Player auf UPnP-Server im Heimnetz zuzugreifen, die Filme, Fotos und Musik anbieten.

Der DLNA-Standard (Digital Living Network Alliance) geht einen Schritt weiter und legt genauer fest, wie Geräte im Heimnetz miteinander kommunizieren. DLNA bietet deshalb mehr Sicherheit, die Möglichkeiten für Anwender sind jedoch bei UPnP und DLNA identisch.

Einige Player sind nicht nur DLNA- oder UPnP-Player, sondern auch -Renderer. Dadurch kann der Nutzer am Computer mit dem Windows Media Player Videos oder Musik direkt von der eingebauten Festplatte zum Blu-ray-Player schicken, damit er sie wiedergibt.

Oder man installiert eine spezielle Steuer-Software auf seinem Smartphone (etwa "EyeconTroller "), die Netzwerk-Server durchsucht und die Wiedergabe der Inhalte auf dem Player startet.

Wer auf den Komfort von UPnP verzichten will, kann bei einigen LG- und Panasonic-Geräten zudem auf Netzwerk-Freigaben zugreifen. Der Vorteil liegt darin, dass auf dem Computer keine Server-Software installiert sein muss. Der Nutzer kann einfach einen Ordner im Netzwerk freigeben, der dann Playern im Heimnetz zur Verfügung steht.

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