WLAN HDDs im Test

Diese Drahtlos-Festplatten sind Ihr Geld wert

Smartphones, Tablets und Ultrabooks sind leicht und mobil - aber sie verfügen nur über begrenzten Speicherplatz. Hier sind WLAN-Festplatten die Lösung. Wir haben WLAN HDDs im Test und eine Kaufberatung.

Mehr Mobilität dank WLAN-Festplatten

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Mehr Mobilität dank WLAN-Festplatten

Mobile WLAN-Festplatten sind die perfekte Ergänzung für Smartphones, Tablets und auch viele Ultrabooks. Denn all diese Geräte sind zwar wunderbar leicht und mobil, aber sie bieten nur einen sehr begrenzten Speicherplatz, etwa für Filme oder für Bilder mit hoher Auflösung.

Bei Smartphones und dem iPad kann man auch nicht einfach eine externe Festplatte per USB anstecken und auch bei anderen Tablets oder Ultrabooks ist das im Zug oder im Flugzeug auch nicht unbedingt praktisch.

WLAN-Festplatten können dagegen einfach in der Tasche bleiben, man greift über Funk auf die Daten zu, die Festplatten selbst sind mit ihren eingebauten Lithium-Ionen-Akkus unabhängig vom Stromnetz. Eine Akkuladung reicht dabei, je nach Modell, für vier bis acht Stunden aus, auf jeden Fall also lange genug für zwei Spielfilme.

Beim ADATA Dash-Drive Air AE800 mit 500 GByte Kapazität kann der 5200-mAh-Akku in der Festplatte sogar noch dazu genutzt werden, um Smartphones oder Tablets unterwegs zu laden.

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Smartphones, Tablets und Ultrabooks sind leicht und mobil - aber sie verfügen nur über begrenzten Speicherplatz. Hier sind WLAN-Festplatten die…

Die Festplatte als Hotspot

Gegenüber Mobilgeräten erscheinen die WLAN-Festplatten als Hotspot, unabhängig von anderen drahtlosen Netzwerken. Dabei können auch mehrere Smartphones, Tablets oder Notebooks gleichzeitig auf eine WLAN-Festplatte zugreifen, je nach Modell bis zu acht Geräte.

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Um mit einem Mobilgerät drahtlos auf die Festplatte und trotzdem noch auf das Internet oder ein LAN zugreifen zu können, bieten alle WLAN-Platten einen Pass-Through oder WLAN-Bridge-Modus an, den man im Browser oder einer App über die Einstellungen der Platte konfiguriert. Zusätzlich bieten WLAN-Festplatten auch noch einen USB-Anschluss, meist sogar USB 3.0, um sie so schnell vom PC oder Notebook aus mit Daten zu betanken.

Denn über WLAN sind trotz der Unterstützung des 802.11n-Standards in der Praxis nur Datenraten von maximal sechs MByte/s möglich. Daher ist ein flüssiges Videostreaming bei HD-Material teilweise nicht möglich. Über den USB-3.0-Anschluss können Daten dagegen mit mehr als 100 MByte/s übertragen werden. 

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WLAN-Festplatten mit HDD und SSD

Die meisten WLAN-Festplatten haben als Datenspeicher eine 2,5-Zoll-HDD eingebaut, je nach Modell mit Kapazitäten zwischen 320 GByte und einem TByte. Diese Festplatten kommen auch in Notebooks zum Einsatz und sind daher besser gegen Stöße geschützt als herkömmliche 3,5-Zoll-Desktop-HDDs, man sollte sie aber trotzdem mit Sorgfalt behandeln.

Stoßunempfindlich sind WLAN-Festplatten mit einer SSD wie die Kingston Wi-Drive oder die Transcend StoreJet Cloud, dafür ist aber ihre Kapazität mit 32 bis 128 GByte niedriger. Die Performance profitiert nicht von den SSDs, da beide Geräte nur über USB 2.0 verfügen.

WLAN-Festplatten Apps

© Fantec

Für alle WLAN-Festplatten stehen Apps für Android oder iOS-Geräte bereit, wie hier die von Fantec.

Apps für Android und iOS

Bei Windows-Rechnern taucht eine WLAN-Festplatte beim Zugriff über die drahtlose Verbindung im Datei-Manager als Netzwerk-Gerät mit einem freigegebenen Laufwerk auf. Für die Einstellungen wird eine Gerätewebseite auf dem Gerät aufgerufen.

Bei Mobilgeräten mit Android oder iOS muss man sich dagegen in Google Play oder dem Apple App Store die passende App des jeweiligen Herstellers der WLAN-Festplatte herunterladen und auf dem Mobilgerät installieren. Über diese Apps kann man dann auf die Platte zugreifen, um Daten herauf- oder herunterzuladen oder das Gerät zu konfigurieren.

Die Apps sind mehr als nur reine Datei-Manager, sie enthalten auch Bildbetrachter und auch Mediaplayer. Bei einigen WLAN-Festplatten wie etwa der Seagate Wireless Plus kann auch über den Webbrowser auf die gespeicherten Daten zugegriffen werden. Über die Apps wird bei den Festplatten auch die Verschlüsselung konfiguriert, hier sollte die sicherste verfügbare Verschlüsselungsmethode gewählt und mit einem sicheren Passwort kombiniert werden.

Einige Festplatten kommen bereits mit aktivierter Verschlüsselung. Nutzt man eine WLAN-Festplatte am Notebook, dann erfolgt die Konfiguration der Verschlüsselung über den Webbrowser, die Buffalo MiniStation Air kann auch per Knopfdruck eine sichere Verbindung herstellen.

WLAN-HDD als Mini-NAS

Die WLAN-Festplatten Corsair Voyager Air, Fantec MWiD25 und Intenso Memory 2 Move können mit ihren LAN-Anschlüssen sogar zusätzlich noch im Netzwerk als eine einfache NAS agieren. Dabei bietet die Corsair-Platte sogar einen GBit-Ethernet-Port, bei Fantec und Intenso muss man sich mit 100 MBit begnügen.

Ausgefeilte Funktionen wie eine Benutzerverwaltung oder zusätzliche Server fehlen allerdings. Die Geräte stellen nur ein öffentliches Share bereit, auf das alle Anwender im LAN Zugriff haben.

Fazit: Tolle Idee, aber verbesserungswürdig

WLAN-Festplatten sind für Besitzer von Smartphones, Tablets und Ultrabooks mit kleinen SSDs eine tolle Sache, da man auch ohne Internetverbindung und Cloud auf große Datenmengen mobil zugreifen kann.

Aber ausgerechnet bei der Datenübertragung via WLAN schwächeln die Geräte, hier kann es beim Streamen von HD-Filmen schon ruckeln. Da müssen die Hersteller nachbessern. Die schnellen WiGig-Platten kommen allerdings erst Mitte des kommenden Jahres auf den Markt. 

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