Smart Home

Withings Home

Withings Home

© Withings

WLAN-Kamera Withings Home.

Pro

  • Viele Zusatzfunktionen wie Nachtlicht
  • Luftsensor und Spieluhr

Contra

  • Bilder teilweise etwas milchig
  • Videoarchiv für 30 Tage teuer

Fazit

video-magazin Testurteil: gut, Preis/Leistung: befriedigend

Die Withings Home schlicht als Überwachungskamera zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. In dem tonnenförmigen Gehäuse mit Holzfurnier steckt viel mehr.

Ein Lautsprecher zum Beispiel, der Schlaflieder oder Naturgeräusche wiedergibt. Der LED-Ring im Sockel verbreitet dazu farbiges Stimmungslicht und lässt etwa Blautöne im Rhythmus der vorgespielten Meeresbrandung an- und abschwellen. Das wiegt nicht nur Kleinkinder in den Schlaf, sondern hilft auch den gestressten Eltern beim Entspannen.

Eine ordentliche Audioqualität mit vollerem Klang als bei den Kontrahenten sorgt dafür, dass die Gegensprech-Funktion ihren Namen wirklich verdient. So haben Kind und Kegel eine Chance, den Sprecher oder die Sprecherin an der Stimme zu erkennen.

Der integrierte Luftqualitätssensor orientiert sich nicht am CO2-Gehalt wie viele preisgünstige Modelle. Er überprüft den Anteil sogenannter Flüchtiger Organischer Verbindungen (VOC) in der Raumluft, was auch ungesunde Lösungsmittel einschließt.

Die reine Videoüberwachung wird da fast zur Nebensache - und in der Tat lieferte Withings nicht die beste Bildqualität im Test. Schärfeeindruck und Infratotausleuchtung in der Nacht blieben hinter anderen Kandidaten zurück. Dafür behält die Home mit ihrem Weitwinkelobjektiv auch große Räume aus kurzer Distanz im Blick (siehe links) - und zwar ohne die typischen gekrümmten Linien. Das schafft sonst nur die Netatmo Welcome.

Teurer Cloud-Speicher

Ohne kostenpflichtiges Abo bleiben Aufnahmen zwei Tage lang in der Withings-Cloud gespeichert. Wer mehr braucht, muss recht tief in die Tasche greifen: 7 Tage Archiv kosten rund 8 Euro im Monat, 30 Tage schlagen mit 20 Euro zu Buche. Das macht pro Jahr gut 240 Euro - mehr als den Anschaffungspreis der Kamera.

Tages - und Nachtaufnahme

© Withings

Die gekrümmten Linien des Weitwinkel-Objektivs werden elektronisch korrigiert. Dadurch erscheinen die Bildränder etwas unscharf und verzerrt (oben). Im Hellen fallen die Unschärfen am Rand stärker auf als nachts. Außerdem fehlen den Aufnahmen ein wenig Kontrast und Farbtreue (unten).

Die Empfindlichkeit der Geräusch- und Bewegungserkennung ist in der App einstellbar. Die optimale Reglerposition zu finden, verlangt etwas Fingespitzengefühl. In Standard-Einstellung gibt es recht viele Alarmmeldungen. Mit einem Griff zum praktischen Startmenü lassen sich die aber auch abstellen. Es schaltet blitzschnell zwischen den verschiedenen Betriebs- arten wie "Babyfon", "Aktive Überwachung" oder "Nicht stören" um.

Fazit

Keine Überwachungskamera im Test eignet sich besser als Video-Babyfon. Das Cloud-Abo von Withings ist teuer, wird aber gar nicht immer benötigt, weil 48 Stunden Gratis-Archiv für viele Zwecke bereits genug sind.

Withings HomeTest-Wertung
Bildqualität69%
Klangqualität65%
Ausstattung

76%

Bedienung78%
Verarbeitung74%
Gesamtwertung - Testurteil73% - gut
Preis/Leistunggut
Preis200 Euro (bei Amazon ansehen)

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