Mindestens haltbar bis...

Vorsicht bei Rohlingen

Tipp 4/5: Reinigung und Sicherheitskopie

Arno Weger von kdg mediascope weiß Rat: "Zunächst sollte man die Informationsfläche optisch kontrollieren, dann den Schmutz mit warmer Seifenlauge reinigen und mit einem weichen Tuch vorsichtig abtrocknen. Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Reparier-Sets sind unserer Meinung nach nicht zu empfehlen." Daher lautet Wegers praktischer Hinweis: "Wenn möglich, immer auch eine Sicherheitskopie machen."

Sandra Fritzsch empfiehlt: "Eine verschmutzte CD oder auch DVD kann vorsichtig gereinigt werden, um wieder lesbar zu sein. Jedoch gilt hier: mit nur wenig Druck und vor allem niemals in der kreisrunden Spurrichtung wischen, sondern radial von innen nach außen!"

Q-Sonic CD/DVD/Blu-ray-Reparatur-Set PRO III

© Video Homevision

Eine verschmutzte Scheibe könne man vorsichtig selbst reinigen, sagt Expertin Sandra Fritzsch. Bei Versandprofi Pearl gibt's dazu das passende Equipment: Mit dem Q-Sonic CD/DVD/Blu-ray-Reparatur-Set PRO III (links) lassen sich die Discs per Knopfdruck schnell reparieren und reinigen (Preis: 29 Euro). Die einfachere Variante liefert die Spezialpaste Disc Repair: Sie behebt im Handumdrehen störende Kratzer. (www.pearl.de)

Im Gegensatz zu Kollege Weger hält die MPO-Fachfrau den Einsatz handelsüblicher Flüssigreiniger durchaus für sinnvoll, schränkt jedoch gleichzeitig ein: "Es sollten keinesfalls Benzin, Farbverdünner, Antistatik- oder konventionelle LP-Reinigungsmittel verwendet werden."

Ergo: Wer die Hinweise der beiden Fachleute beherzigt, sollte mit seinen gekauften Filmen auf DVD und Blu-ray Disc sehr lange Freude haben.

Vorsicht bei Rohlingen

Doch wie verhält es sich mit den sogenannten Leermedien, also (wieder-)beschreibbaren Rohlingen, auf die man als Nutzer selbst Filme, Musik oder anderen Daten brennt? Gibt es hier signifikante Unterschiede zur bespielten Scheibe? "Ja, die gibt es", sagt Sandra Fritzsch. "Die Schicht, die das spätere Einbrennen der Daten ermöglicht, ist sozusagen naturgemäß auch lichtempfindlich. Hier ist daher bei der Lagerung Vorsicht geboten."

MPO habe allerdings im Bereich der Leermedien hochwertige Alternativen entwickelt, die laut Fritzsch über einen "sehr guten Schutz gegen schädliche UV-Einwirkung verfügen: die schwarz eingefärbte CD-R sowie die CD-R Gold, die aufgrund ihrer Schichtzusammensetzung über eine geringere Lichtempfindlichkeit verfügen".

Tipp 6: Beschriftung von Rohlingen

Zu beachten ist bei den Rohlingen aber auch: Ein Beschriften darf nur auf der bedruckten Seite mittels Filzstift erfolgen. "Kratzendes Schreibwerkzeug wie Bleistift, Kugelschreiber o. ä. kann zu Schäden führen - Klebeetiketten führen zur Unwucht der Scheibe", betont die Kölner Expertin.

Arno Weger erklärt uns indes die technischen Unterschiede zwischen bespielten und unbespielten Discs im Detail: "Bei bespielten Medien wird die Information mittels Spritzguss in den Kunststoff geprägt. Das heißt, die Informationsebene besteht aus Vertiefungen (Pits) im Kunststoff. Diese Vertiefungen bedingen ein unterschiedliches Reflexionsverhalten des Lasers und somit die zwei Zustände Null und Eins.

Produktionsstätten

© Video Homevision

In den Produktionsstätten für DVDs und Blu-ray Discs, wie hier bei MPO Audio und Video, wird mit äußerster Sorgfalt und Hygiene gearbeitet, um fehlerfreie Silberscheiben zu produzieren.

Bei CD-R/DVD-R entsteht das Auslesen von Null und Eins nicht durch Vertiefungen, sondern durch die zwei Dye-Polymer-Beschichtungen ,amorph' und ,kristallin'. Bei der unbeschriebenen Scheibe ist die Dye-Polymer-Schicht grundsätzlich amorph. Beim Brennen verändert der Laser die Informationseinheiten (Pits) hingegen in einen kristallinen Zustand.

Tipp 7: Die richtige Lagerung

Die kristalline Schicht reflektiert also das Laserlicht, während die amorphe Schicht das Licht absorbiert. Damit entstehen wieder die zwei Zustände Null und Eins. Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturunterschiede sollten bei CD-Rs/DVD-Rs daher unbedingt vermieden werden."

Fazit

Inwiefern es eine begrenzte Lebensdauer für die Silberlinge gibt, dazu schweigen die Fachleute lieber. Doch ob nun 15, 20 oder 30 Jahre Haltbarkeit - für jeden Käufer und Nutzer gilt: Wer seine Scheiben liebt, der pflegt sie.

Nur ein allzu sorgloser Umgang mit DVDs oder Blu-rays kann zu Beschädigungen oder zu Fehlern beim Abspielen führen. Die Praxistipps der Experten zeigen, dass sich Ärger diesbezüglich jedoch relativ einfach vermeiden lässt.

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