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Vergleichstest: Steuersparprogramme

2010 ist für Steuerzahler ein gutes Jahr. Dank vieler kleiner Erleichterungen dürfen die meisten mit einer Rückerstattung rechnen - vorausgesetzt sie geben ihre Steuererklärung ab. Am einfachsten lässt sich die Aufgabe mit einer Steuersoftware erledigen.

  1. Vergleichstest: Steuersparprogramme
  2. Die Ergebnisse
  3. Experten-Meinung
Frau, geld

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Frau, geld

Die Liste der steuerlichen Wohltaten ist für das Jahr 2010 vergleichsweise lang. Obgleich - für sich allein betrachtet - viele der neu beschlossenen Maßnahmen marginal erscheinen, kommen in der Summe durchaus ein paar Hundert Euro zusammen - wenn man weiß, an welchen Stellen man ansetzen muss. Hier ist es vor allem Aufgabe der Steuerprogramme, die Änderungen zu berücksichtigen und den Nutzer ggf. auf die entsprechenden Neuerungen hinzuweisen. Zu den wichtigsten Änderungen, die für das Jahr 2010 beschlossen worden sind, gehören unter anderem:

  • Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können in voller Höhe als Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden.
  • Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen - hierzu zählen die Haftpflicht- und Arbeitslosenversicherung - steigt für Angestellte von 1.500 Euro auf 1.900 Euro und für Selbstständige von 2.400 Euro auf 2.800 Euro. Zudem sind 70 Prozent der Altersvorsorge steuerlich absetzbar.
  • Der Grundfreibetrag für Alleinstehende erhöht sich von 7.834 Euro auf 8.004 Euro, für gemeinsam veranlagte Verheiratete von 15.669 Euro auf 16.009 Euro.
  • Das häusliche Arbeitszimmer kann pauschal mit 1.250 Euro abgesetzt werden - vorausgesetzt, der Arbeitgeber stellt keinen anderen Arbeitsplatz.
  • Unterhaltszahlungen an getrennt lebende oder geschiedene Ehepartner lassen sich wie gehabt bis zu einem Betrag von 13.805 Euro absetzen. Übernimmt der Unterhaltspflichtige darüber hinaus auch die Kranken- und Pflegeversicherung, können diese Leistungen zusätzlich angesetzt werden.
  • Die Obergrenze für Zahlungen an Angehörige oder Lebensgefährten steigt von bisher 7.680 Euro auf 8.004 Euro. Auch hier lassen sich Leistungen zur Kranken- und Pflegeversicherung zusätzlich absetzen
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Bei einem anderen großen Projekt, der versprochenen Steuererleichterung, tritt die Bundesregierung jedoch weiter auf der Stelle. Hier warten die Bürger noch immer. Dennoch: Komplizierter ist es 2010 nicht geworden. So hat sich an den Formularen und Berechnungsverfahren nichts Wesentliches verändert. In einigen Bereichen sind sogar kleine Fortschritte zu erkennen. Vor allem die kürzlich eingeführte Steueridentifikationsnummer beginnt langsam zu wirken.

Einige Anbieter von Riester-Renten-Verträgen melden inzwischen die erforderlichen Daten direkt dem Finanzamt, sodass die Anlage AV zur Altersvorsorge nicht mehr in jedem Fall auszufüllen ist. 2011 fällt dann definitiv der letzte Vorhang für die Lohnsteuerkarte.

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2010 ist für Steuerzahler ein gutes Jahr. Dank vieler kleiner Erleichterungen dürfen die meisten mit einer Rückerstattung rechnen - vorausgesetzt…

Facelifting für die Steuersoftware

Aus Sicht der Steuersoftware-Hersteller ist 2010 ein dankbares Jahr: Neue Freibeträge und Grenzwerte sind nicht allzu schwer umzusetzen und die Eingriffe in die Rechenroutinen halten sich in Grenzen. Eine gute Gelegenheit, um weiter an der Benutzerführung zu feilen.

Den größten Mut brachte Marktführer Buhl Data auf: Das gute alte "WISO Sparbuch" wurde in "WISO Steuer-Sparbuch 2011" umgetauft und bekam bei der Gelegenheit ein ordentliches Facelifting verpasst. Bei der Navigation lehnt sich die Software ab sofort an Office 2010 an.

Bei der "Steuer-Spar-Erklärung" der Akademischen Arbeitsgemeinschaft profitieren Einsteiger von der neuen Einführung. Hier werden wichtige Funktionen kompakt per Video erläutert. Zudem können Steuerprofis mithilfe der Tipps für das Steuerjahr 2011 an ihrer künftigen Steuerstrategie feilen.

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Wenig Neues gibt es hingegen von Lexware zu vermelden: Die beiden Steuerprogramme "Taxman 2011" und "QuickSteuer Deluxe 2011" gehen - von steuerlichen Änderungen abgesehen - unverändert an den Start.

Zu den größten Vorteilen der Steuersparprogramme gehört die bequeme Abgabe der Steuererklärung über die elektronische Steuererklärung (ELSTER). Inzwischen nutzen mehr als acht Millionen Steuerzahler die (fast) papierlose Steuererklärung via Internet.

Vor dem ersten Start der Steuersoftware sollten sämtliche Programmupdates eingespielt werden, denn viele Details zu den Steueränderungen stehen oft erst in letzter Minute fest. Wer seine Steuererklärung ohne Berater erstellt, hat für die Abgabe bis Ende Mai Zeit - oder muss einen Antrag auf Fristverlängerung stellen.

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