Smart TV: Internet am Fernseher

Vergleichstest: Smart TV Portale

Alle Top-Marken erweitern den Horizont ihrer TV-Geräte durch intelligente Mehrwertdienste, die im Internet geladen werden. Das Zauberwort lautet Smart-TV. Was können die Portale, wo liegen die Unterschiede und wie profitiert man von der neuen TV-Welt? Wir haben die wichtigsten für Sie getestet.

Smart TV Portale

© Video Homevision

Vergleichstest: Smart TV Portale

Fernsehen und Internet wachsen zusammen. Diese Aussage hört man seit Jahren, doch so richtig will die Konvergenz der Medien nicht in unsere Köpfe. Fernsehen verbinden wir eher mit Entspannung am Abend, mit sich berieseln lassen von möglichst hochwertiger Unterhaltung.

Das Internet hingegen kommt aus der Arbeitswelt und ist ein äußerst aktiver Zeitvertreib, denn die Zahl der Angebote, aus denen man seine Informationen auswählen muss, ist hoch. Unvorstellbar, dass man eine Website aufruft und sich diese dann eine Stunde lang ohne Interaktion anschaut - so wie man das vom klassischen Fernsehen gewohnt ist.

Das Surfen ist dazu noch eine eher persönliche Angelegenheit. Mit dem Partner oder der Familie schaut man sich gerne einen Film an, gemeinsam twittern oder News-Netze durchsurfen geht aber genauso wenig wie gemeinsam eine Zeitung lesen.

Beim Zusammenwachsen der alten und neuen Medien muss man also umdenken und von den Urformen nur das jeweils Beste übernehmen. Smart TV soll für jedermann interessantere Inhalte bieten als die klassische Flimmerkiste. Dabei soll es unterhaltsamer und entspannter funktionieren als das Internet.

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Jeder smarte Fernseher besitzt einen Netzwerk-Anschluss. Er ist die schnellste Variante, am einfachsten einzurichten (sofern DHCP im Netz klappt) und…

Die leichte Auswahl toller Inhalte und deren stressfreie Darstellung für den größeren Sehabstand sind dabei entscheidend. Zudem sollte das Handling intuitiv und schnell mit der Fernbedienung funktionieren.

Offensichtlich sind unveränderte Websites auf dem Fernseher nicht sinnvoll, einige speziell aufbereitete Inhalte bringen jedoch deutlich mehr Spaß als am Computerschirm. Wir wollen hier zeigen, welche Inhalte aktuell auf vier ausgesuchten Portalen verfügbar sind.

Jedes Portal ist anders

Die wichtige Frage, welche Inhalte in welcher Form auf den TV-Schirm gebracht werden, hat jeder Gerätehersteller für sich selbst beantwortet. Beim Run auf die smarten Inhalte wollte sich keine Firma in die Karten schauen lassen und lieber die Konkurrenz vor vollendete Tatsachen stellen. Ein gut aufbereitetes Portal und die Kooperation mit den richtigen Inhalteanbietern ist entscheidend für die Akzeptanz des Web-TV-Portals.

Die Qualität der angebotenen Dienste ist dabei genauso wichtig wie deren Quantität, um jedem Kunden das Angebot seiner Wahl zur Verfügung zu stellen. Durch diese neuen Features verspricht man sich bessere Verkäufe der Top-Fernseher und vielleicht sogar etwas Geld von den Inhalteanbietern. Es geht also letztendlich ums Geld, und dabei verstehen die Konzerne keinen Spaß.

Die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Standard für Smart TV hat daher kein Hersteller der ersten Stunde erwogen. Genau das Gegenteil ist die Praxis: Um seine TV-Geräte als interaktiv beste verkaufen zu können, ist jeder TV-Hersteller möglichst exklusive Kooperationen mit Inhalteanbietern eingegangen und hat zur Not auch die Hardware an deren Anforderungen angepasst.

Herausgekommen ist in den ersten Generationen der Worst Case für den Konsumenten. Die ARD- und ZDFMediatheken waren recht offen für eine schnelle Umsetzung. Hier engagierte sich vor allem Philips. Wer die vielen HD-Filme von Maxdome leihen wollte, durfte das aber nur mit einem LG-Fernseher, weil dort die passende Rechteverwaltung integriert wurde.

Fußball-Fans schauten sich tolle Filminhalte vom DFB und von der Weltmeisterschaft an - jedoch nur auf einem Sony-TV. Und Skype-Freunde konnten nur über Panasonic- oder Samsung-Geräte miteinander reden.

Während die meisten Hersteller ihr Web-Portal wie einen zusätzlichen Video-Eingang, also alternativ zum Fernsehen handhabten, spezialisierte sich Samsung auf Yahoo!-Widgets: kleine Applikationen, die als Infos neben dem TV-Bild eingeblendet werden konnten. Loewe konzentrierte sich als Multimedia-Veteran auf Internet-Radio und Webcasts, ließ aber knallbunte Portale erst einmal außen vor.

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