Frisch auf den Tisch

Vergleichstest: HDTV- und Hybrid-Receiver

Neben der digitalen Sat-Schüssel ist der passende Receiver nötig, der die digitalen TV-Signale zum Fernsehgerät transportiert - und das Ganze natürlich in HD-Qualität.

Dreambox DM800 HD SE

© Video Homevision

home entertainment, sat-receiver

Die digitale Welt bietet weit mehr, als man aus der analogen gewohnt ist: besseres Bild, besseren Ton und zum Teil den direkten Zugang zum Internet. Schneegestöber auf dem Schirm gehört bei den digitalen Empfängern der Vergangenheit an. Entweder man hat Empfang, dann gibt es auch Bild und Ton; oder der Empfang ist gestört, dann bleiben der Schirm schwarz und die Lautsprecher stumm.

Beim Kauf des Empfängers sollte man auf bestimmte Kriterien achten. Im Handel gibt es mittlerweile viele Geräte, die mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen auftrumpfen. Wer lediglich TV ohne viel Schnickschnack empfangen möchte, wird sicherlich zu einem günstigen Einsteigermodell greifen.

Videorekorder oder Netzwerkspezialist gefragt?

Bevorzugt man aber einen digitalen Videorekorder, sollte der Sat-Receiver PVR-ready sein (Personal Video Recording). Und wer die Box ins heimische Netzwerk integrieren will und zudem den Weg ins Internet sucht, sollte sich bei den Hybrid-Receivern umsehen.

Wir haben uns aktuelle HD-Receiver ins Labor geholt, die wegen ihrer Ausrichtung kaum zu vergleichen sind. Zum einen gehen zwei HDTV-Receiver und zum anderen zwei sogenannte Hybrid-Receiver ins Rennen.

Die Kandidaten

Für Einsteiger oder auch als Zweit-Receiver bietet KAON mit dem 275 HD+ ein Modell, das neben den "normalen" TV-Sendern auch die Programme des HD-Plus-Konsortiums empfängt. Die entsprechende Smartcard ist für ein Jahr gratis dabei. Eine PVR-Funktion, mit der der Receiver zum digitalen Videorekorder wird, gibt es allerdings nicht.

Mit der neuen Dreambox DM800 kommt ein Bolide auf den Markt. Umfangreiche Funktionen und ein offenes Betriebssystem versprechen ungeahnte Möglichkeiten, die man allerdings auch teuer bezahlen muss. Knapp 500 Euro gehen für die Dreambox über den Ladentisch.

Bei den beiden Hybrid-Receivern Smart VX10 und Humax HD-Fox+ steht neben dem Empfang von HDTV das Internet im Vordergrund. Beide Geräte bieten einen Zugang zum World Wide Web über ein jeweils eigenes Web-Portal.

Dort gibt es verschiedene Angebote wie die Mediatheken der öffentlichen Sender, speziell aufbereitete Seiten von Kicker und SPOX oder auch den Zugang zu YouTube-Videos. Zum anderen sind diese Boxen auch wahre Multimedia-Künstler und spielen zugeführte Videos, Musik und Fotos ab. Je mehr Formate sie dabei beherrschen, desto besser.

Fazit

Es tut sich was auf dem Sat-Receiver-Markt: Immer mehr Boxen erscheinen als sogenannte Hybrid-Receiver, die das Internet über ein herstellerspezifisches Portal ins Wohnzimmer holen.

Das Problem dabei: Man ist darauf angewiesen, was der jeweilige Hersteller anbietet und welche Verträge er mit den Anbietern abgeschossen hat. Die Angebote sind sehr unterschiedlich. Leider ist es nicht so wie beim Computer, bei dem man die Inhalte des Internets frei wählen kann.

Hier sollten sich die Entwickler etwas einfallen lassen, damit die schöne Internet-Welt auch komplett auf den heimischen TV-Schirm kommt - und wenn es nur ein banaler InternetBrowser sein sollte.

Tabelle mit Ergebnissen und Daten

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