Universalzooms und Festbrennweiten an Canon EOS 20D und Nikon D70s

Bei digitalen SLR-Kameras hängt die Abbildungsqualität stark vom Zusammenspiel der CCD- oder CMOS-Sensoren mit der internen Software und den Objektiven ab. ColorFoto testet deshalb Objektive in Kombination mit den Kameras, sodass die Ergebnisse streng genommen auch nur für die jeweilige Kamera-Objektiv-Kombination gelten. Dennoch lassen sich die Resultate der Tendenz nach auf verwandte Modelle übertragen. Als derartige Kamerafamilien gelten Canon EOS 20D und 350D sowie die Nikon D70, D70s und D50. Beide Kamerafamilien machen zusammen fast 95 Prozent des deutschen Marktes aus; deshalb konzentriert sich unser aktueller Objektivtest auch auf sie. Hier geht es um Weitwinkel- und Telezooms sowie um Festbrennweiten.

Nahezu alle Weitwinkel-Festbrennweiten sind für das Kleinbildformat gerechnet. Ihre Leistung erreicht im Schnitt nicht das Niveau der Festbrennweiten im Telebereich. Für die meisten digitalen Spiegelreflexkameras mit einem Bildsensor in APS-C-Größe würden jedoch neu konzipierte Weitwinkelobjektive mit kleinerem Bildkreis ausreichen - wie bei den drei in Heft 11/2005 getesteten Weitwinkelzooms. (Beim Tokina-Objektiv stand in unserer Tabelle beim Bildkreis irrtümlich "KB" statt "APS".) Bei derartigen Festbrennweiten mit kleinem APS-C-Bildkreis könnten die Hersteller den Korrekturaufwand für die Randbereiche reduzieren und stattdessen kompromisslos auf den kleinen Bildkreis abgestimmte Objektive realisieren. Derzeit kann bei zahlreichen Testkandidaten der Kontrast offen, aber auch leicht abgeblendet nicht überzeugen. Ein Nebeneffekt wären leichtere Weitwinkel, da kleinere Linsen auch das Gewicht etwas reduzieren. Im aktuellen Test ist das 30er Sigma die einzige kurze "APS-C"-Festbrennweite und erhält auch einen Kauftipp; es kann aber ebenfalls nicht in allen Punkten überzeugen. Zum einen ist die Brennweite für ein Weitwinkel zu eng, da die 30 mm an der digitalen SLR einem 48-mm-Objektiv an einer Kleinbildkamera entsprechen. Zum anderen stört die auch bei Abblendung noch sichtbare Vignettierung. Ideal wäre eine digitale Kamera für Wechselobjektive, aber ohne Spiegelkasten mit hochauflösendem elektronischem Sucher. Ohne Spiegelkasten könnte die hinterste Linse näher am CCD sitzen, und die aufwendige sowie leistungsmindernde Retrofokusbauweise aller Weitwinkelobjektive für SLR-Modelle wäre hinfällig. Vorbild könnten die Weitwinkelobjektive für die Leica M-Kameras sein und die Hasselblad SWC, eine Sonderkonstruktion, die wie die Leicas auf den Spiegelreflexsucher verzichtet und so kompromisslose Weitwinkel ermöglicht.

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