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Kostenlose Uninstaller im Test: Was leisten IObit, Revo und Co.?

Freeware-Uninstaller versprechen, unerwünschte Anwendungen gründlicher zu entfernen als die eingebaute Windows-Systemroutine. Stimmt das?

IOBIT Ansichten

© Weka/Archiv

Im IObit-Uninstaller finden Sie links die Menüleiste und oben die drei Striche des „Hamburger-Menüs“. Im Kontextmenü ändern Sie die Ansicht.

Für unseren Vergleich haben wir eine Festplatte mit Windows 7 neu eingerichtet. Dann haben wir diverse Programme wie einen Virenchecker, Visual Studio 2010, IrfanView, MiniTool Partition Wizard Free 9.1 und andere installiert. Die fünf ausgewählten kostenlosen Uninstaller mussten das umfangreiche Microsoft Office 2010, 7-Zip und den Abbyy Screenshot-Reader deinstallieren.

Vor deren Installation hatten wir das älteste Datum in der Registry mit dem RegScanner von NirSoft (RS) ermittelt. Danach führten wir mit dem RegScanner einen Registry-Scan durch und speicherten das Ergebnis. Des Weiteren benutzten wir den DirFileScanner (DFS) für eine Bestandsaufnahme der auf der Festplatte vorhandenen Dateien für den gleichen Zeitraum. Beide Ergebnisse ergaben die VOR-Dateien. Um sicherzustellen, dass für jeden Uninstaller die gleichen Bedingungen gegeben waren, erstellten wir eine Festplattenkopie, mit der dann am Ende jeder Prüfung die gleiche Konfiguration wiederhergestellt wurde.

Lesetipp: Windows Backup und wiederherstellen

Wir starteten nacheinander den Testlauf der Uninstaller-Programme und des Windowsinternen Uninstallers. Mit RS und DFS wurden dann die NACH-Dateien erstellt. Nach der Wiederherstellung der gesicherten Partitionen wurde der nächste Uninstaller untersucht.

Enttäuschende Ergebnisse

Da die Testkandidaten alle auf die gleiche Windows-Routine zugreifen, war auch das Ergebnis für alle gleich. Nur IObit und Nirsoft fanden etwas mehr, wenn der Anwender den vollen Scan wählte. Besonders enttäuschend: Wir hatten für jedes der drei zu deinstallierenden Programme zusätzlich Verknüpfungen auf Desktop, in Taskleiste und Startmenü angelegt. Die Verknüpfungen auf dem Desktop und in der Taskleiste blieben als leere Verweise stehen und mussten von Hand entfernt werden. Das Testergebnis war insgesamt unbefriedigend, die Unterschiede waren gering. Nur die Benutzeroberflächen unterscheiden sich.

REVO Oberfläche

© Weka/Archiv

Bei Revo-Uninstaller erleichtert die Symbolleiste statt eines Menüs die Bedienung – wenn man die Bedeutung der Symbole kennt.

Der IObit-Uninstaller fällt durch seine moderne Gestaltung auf. Die Oberfläche ist übersichtlich. In der Standardansicht erscheint eine Detailliste, die gegen die Symbolansicht gewechselt werden kann. Die Benutzerführung ist klar und intuitiv. Als Extras gibt es eine Clean-up-Funktion für Programmreste und einen Dateischredder.

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Einen aufgeräumten Eindruck macht die Oberfläche des Revo-Uninstallers. Symbole in einer Menüleiste sind der Menügestaltung von Microsoft Office nachempfunden. Erst wenn man sich eingeprägt hat, was sich hinter den Menüsymbolen verbirgt, ist die Bedienung einfacher. Am Anfang etwas unheimlich ist der Jagdmodus, ein verschiebbares Symbol auf dem Desktop, das wie eine Zielscheibe aussieht. Dieses Symbol können Sie auf Symbole auf dem Desktop schieben.

Fazit

Kostenlose Deinstallationstools bringen fast nichts. Die getesteten Gratis-Programme machen im Kern nicht viel anderes als der Windows Uninstaller, der die jeweiligen Uninstall-Routinen der Programme aufruft. Etwas tiefer reinigen einzig IObit und Nirsoft. Und außer bei IObit und Revo verlangen die anderen Programme viel Einarbeitung. Microsofts Uninstaller reicht im Grunde völlig aus.

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