K8500 und BD900 im Vergleich

Ultra-HD Blu-ray Player Test 2016: Samsung vs. Panasonic

Wir rollen im Testlabor den roten Teppich aus! Endlich sind die ersten beiden UHD Blu-ray Player da: Der Samsung UBD-K8500 und der Panasonic DMP-UB900. Doch selten gibt’s neue Technik ohne Tücken. Was also können die beiden 4K- und HDR-fähigen Spieler? Wir machen den Test.

Ultra HD Blu-ray Player Test

© Josef Bleier / Hersteller

Die ersten Ultra HD Blu-ray Player im Test: Der Samsung UBD-K8500 (oben) und der Panasonic DMP-UB900 (unten)

Die Begeisterung war riesig, als vor einigen Wochen beinahe zeitgleich zwei heiß ersehnte Pakete in der Redaktion eintrafen: der Samsung UBD-K8500 und der Panasonic DMP-UB900, die ersten beiden Ultra HD Blu-ray Player überhaupt! Die Vorboten einer neuen Ära?

Noch trauen sich wenige Experten ernsthaften einzuschätzen, wie groß dieser Markt für die physische 4K-Disc wirklich werden kann. Schließlich konnte schon die herkömmliche Blu-ray die gute alte DVD nie vom Verkaufsthron stoßen. Und 4K-Inhalte liefern mittlerweile auch Netflix, Amazon Video und YouTube.

Dennoch: Heimkinofans warteten sehnlichst auf diesen Startschuss für die Ultra HD Blu-ray. Endlich die ersten 4K-Scheiben aus Hollywood, endlich die ersten beiden Abspielgeräte für das neue Format. Nicht wenige Enthusiasten und 4K-TV-Besitzer platzierten bei Onlinehändlern wie Amazon Wochen vorher ihre Vorbestellungen, trotz der im Vergleich zu klassischen Blu-ray-Playern hohen Preise von 500 und 800 Euro, und trotz mangelnder Testergebnisse. Letzteres Defizit wollen wir an dieser Stelle jedoch endgültig beseitigen.

Scheibenmeister

Gleich vorweg: video vergleicht in der Regel keine Geräte mit zu großen Preisunterschieden. Mangels alternativer Geräte bleibt der direkte Vergleich an dieser Stelle aber nicht aus. Wer sich die neue Technik frühzeitig ins Haus holt und bereit ist zu investieren, soll klar wissen, woran er ist.

Doch führen wir uns zuerst einige Gemeinsamkeiten zu Gemüte: Beide Player, der Samsung UBD-K8500 und der Panasonic DMP-UB900, spielen neben der neuen Ultra HD Blu-ray viele gängige Medienformate ab: ob Blu-ray, 3D-Blu-ray, DVD, DVD-R/+R, DVD-RW/+RW, oder Audio-CD. Entgegen einiger audiophiler Blu-ray-Player verzichten die Neulinge dagegen auf die Abspielbarkeit der SACD und der DVD-Audio.

Auch die einstige Blu-ray-Konkurrentin, die HD DVD, hat keine Chance. Während Panasonic zum Ausgleich noch mit einem SD-Kartenslot an der Gerätefront lockt, verzichtet Samsung auf diese Option. USB-Medien lassen sich wiederum bei beiden frontal andocken.

Samsung K8500 und Panasonic BD900 Anschlüsse

© Hersteller

Der Samsung K8500 bietet die Möglichkeit, Video- und Audiosignale über seine Twin-HDMI-Ausgänge getrennt und somit ohne Signalstörungen zu übertragen. Alternativ kann der Ton über ein optisches Kabel gespielt werden. LAN-Anschluss ans Internet inklusive (oben). Panasonic kommt hochwertiger daher, bietet vergoldete Anschlüsse. Nebst Twin-HDMI und optischem Ausgang können HiFi- und Heim- kinofans ihre Soundsystem separat in Stereo oder mit bis zu 7.1-Kanälen analog anschließen. Der LAN-Anschluss ist heute Pflicht (unten).

Auf der Rückseite der Player finden wir neben einem optischen Audioausgang und dem obligatorischen Etherneteingang für LAN-Kabel isolierte Twin-HDMI-Anschlüsse, die es möglich machen, das Video- und Audio-signal getrennt zu verarbeiten, um unnötige Signalgeräusche zu minimieren. Eine der HDMI-Klemmen fungiert jeweils als Audio-Channel. Doch dazu später mehr.

Panasonic geht in Sachen Audio indes einige Schritte weiter: HiFi-Fans, die den BD900 als Musikquelle nutzen möchten, können Stereo-Lautsprecher direkt analog anschließen, oder an einen digitalen Coaxialausgang. Für Heimkinofans sind Analogausgänge für ein 7.1-Setup vorgesehen. Alle Anschlüsse sind vergoldet, um eine besonders gute Leitfähigkeit herzustellen (siehe Unboxing-Videos auf dem video-YouTube-Channel: Zugriff via QR-Codes rechts).

Zwei Bedienkonzepte

Auch sonst weisen die UHD-Pioniere äußerlich offensichtliche Unterschiede auf: Der kleinere Samsung kommt im Curved-Design mancher Fernseher und Soundbars daher und bringt 1,9 Kilogramm auf die Waage. Der höherpreisige Panasonic DMP-UB900 wirkt etwas hochwertiger und gibt sich mit 2,4 Kilo etwas gewichtiger als der Korea-Kollege. Bei der Bedienung am Gerät hat dagegen der Samsung UBD-K8500 die Nase vorn. Die Funktionen An- und Ausschalten, Discfach ausfahren, Stopp, Play und Pause sind direkt am Gerät möglich. Panasonic beschränkt sich hier auf Discauswurf und Powertaste.

Apropos Steuerung: Bei den Fernbedienungen verfolgen beide Marken sehr unterschiedliche Konzepte. Samsung reduziert den Geber aufs Wesentliche: Tasten für Disc-Abspielen, ein Steuerpad mit Richtungstasten und Ok-Taste, Titel- und Popup-Menü, Lautstärke, Quelle und vier farbige Buchstabentasten für mögliche Discmenüs und -funktionen. Panasonic liebt es üppiger: Hier sind zusätzlich Zifferntasten, Tasten für die TV-Steuerung (via HDMI-CEC), sowie Profitasten wie "Picture Setting", "Sound Effect", "High Clarity" und "3D Setting" vorgesehen, sowie ein Knopf zur Tastenbeleuchtung. Auch vernetzte Funktionen sind direkt anwählbar: Internet, DLNA, Miracast und der Streamingdienst Netflix haben eine separate Taste erhalten.

Samsung und Panasonic Fernbedienung

© Hersteller

Der Samsung-Geber wurde auf die wesentlichen Funktionen reduziert. Die bunten ABCD-Tasten sind für besondere Menü- und Disc-Funktionen vorge- sehen (links). Viele Tasten, klare Anordnung: Neu bei Panasonic sind die separaten Tasten für Bild- und Toneinstellungen ganz unten (rechts).

Alles in allem sind beide Player hervorragende Netzwerker. Sie lassen sich jeweils per WLAN oder LAN verbinden. Letzteres ist vor allem dann sinnvoll, wenn über Netflix, Amazon oder YouTube 4K- und HDR-Programme trotz hoher Datenraten reibungslos und verlust- und ruckelfrei laufen sollen. Zu empfehlen ist ein Anschluss mit mindestens 50 MBit/s, damit alle Services ihre 4K-Inhalte problemlos übertragen. Es anders zu versuchen macht wenig Sinn: Denn bei zu niedriger Bandbreite des Internet- anschlusses bieten die Streaming-Services (insbesondere Amazon) automatisch nur die Full-HD-Variante der Serie oder des Films an.

Der DLNA-Anschluss klappt bei beiden Geräten fehlerlos. Während der Samsung zudem als Allesspieler prahlt, ist der Panasonic bei einigen Dateien etwas wählerisch. Etwa Save-TV-Aufnahmen im mp4-Format will er nicht abspielen, auch einige HDR-Testsequenzen vom USB-Stick verarbeitet der Japaner nicht.

Vorsicht, HDCP-2.2-Falle!

In Sachen Bildqualität machen sich die beiden Probanden bei der Zuspielung übers Netzwerk nichts vor. Doch viel wichtiger: Wie sieht es diesbezüglich bei der Ultra-HD Blu-ray aus?

Womit wir beim Kern unseres Testlaufs wären. Als 4K- und HDR-fähiges Display nutzen wir den nigelnagelneuen Panasonic 65DXW904 (Test: Seite 22), für den Kompatibilitätstest ein 2015er UHD-Gerät: den Loewe Reference 75. Der Anschluss erfolgt über das beim Panasonic UB900 beiliegende High-Speed-HDMI-Kabel mit einer Übertragungsrate von 18 Gigabyte pro Sekunde (siehe auch rechts). Samsung verzichtet leider auf diese für die 4K- und vor allem HDR- Wiedergabe essenzielle Beigabe.

Lesetipp: Ultra HD Blu-ray: Panasonic muss UB900 nachliefern

Am Panasonic-TV sind alle HDMI-Eingänge bereit für die neuen Technologien. Beim Andocken beider Player an den Loewe stoßen wir auf die erste technische Hürde: Sie melden, der Anschluss könne den Kopierschutz HDCP 2.2 nicht verarbeiten, und zeigen den Testfilm "Sicario" daher statt in 4K-Auflösung nur in 1920 x 1080p.

Doch die Lösung liegt nahe: Der Loewe-TV hat nur eine Klemme explizit für die UHD-Zuspielung vorgesehen. Flugs die Player aus HDMI 1 in HDMI 4 umgesteckt, schon spielen beide ohne Murren die UHD-Disc in 3840 x 2160p und 24 Bildern pro Sekunde. Unser Tipp daher: Sollte der HDCP-2.2-Hinweis auftreten, checken Sie alle HDMI-Eingänge Ihres 4K-TVs, welcher den Kopierschutz verarbeitet. Sollte auch das nicht funktioneren, helfen eventuell externe Problemlöser.

UHD-TVs

© Hersteller

Um die Kompatibiltät der UHD Blu-ray-Player zu testen, haben wir sie an zwei ältere UHD-TVs der Baujahre 2014 und 2015 angeschlossen. Und siehe da: Beide Spieler wollten das 4K-Signal dort nicht ausgeben, da über den HDMI-Anschluss 1 der Kopierschutz HDCP 2.2 (High-bandwidth Digital Content Protection) nicht unterstützt wird. Helfen kann, alle HDMI-Eingänge zu probieren. Oft ist nur einer HDCP-2.2-fähig. Bei beiden Test-TVs war die Wiedergabe schließlich über HDMI 4 möglich. Für 4K-Geräte, die gar kein HDCP 2.2 verarbeiten (z.B. auch AV-Receiver, Soundanlagen, Beamer) gibt es einen externen Problemlöser: den KD-HDFIX22 von Key Digital. Der Haken: Die kleine Box kostet 250 Euro. Und: Da sie den Kopierschutz „umgeht“, bewegt sich der Nutzer im rechtlichen Graubereich. Ob‘s funktioniert? Den Test gibt‘s in der nächsten video.

Detailgenau wie nie zuvor

In Sachen Einlesezeit setzen unsere Testkandidaten etwa auf den Vorgängermodellen der letzten Blu-ray-Player-Generation auf. Der Samsung braucht für das Einlesen der UHD-Blu-ray mit 15 Sekunden länger als der J7500 bei der Blu-ray, der Panasonic mit stattlichen 25 Sekunden ähnlich lang, wie der BDT-570 (Tests: video 11/2015).

Begrüßt werden wir danach mit modernisierten Homescreens. Panasonic kann die Nüchternheit der Vorgänger-GUIs zwar nur bedingt abschütteln, wirkt dennoch frischer. Samsung brezelt sein bewährtes Fensterkonzept auf und liefert im Disc-Rahmen sogar ein Vorschaubild des eingelegten UHD-Films mit.

GUI im Vergleich

Samsung Home-Menü
Galerie
Bedienoberfläche im Vergleich

Neue Technik, neue Optik: Wir zeigen Bedienoberfläche und Menüs der neuen Ultra-HD-Blu-ray-Player von Samsung und Panasonic.

Bildqualität im Vergleich

Doch nun zur Bildqualität: In Sachen Klarheit, Brillanz und Schärfe lassen beide 4K-Zuspieler kaum Wünsche offen. Sie zeigen bei unseren Filmen "Der Marsianer" und "Sicario" in Ultra HD und mit fulminanten Kontrasten in High Dynamic Range (HDR) wahre Spitzenleistungen oder anders ausgedrückt: Sie zeigen das schärfste Bild, das je von einer physischen Disc zu sehen war. Unterschiede zwischen UB900 und K8500 sind im Prinzip kaum erkennbar, im Gegenteil. Unsere Labormessungen auch in puncto Farben deuten klar daraufhin, dass beide Hersteller auf denselben Chipsatz respektive Dekoder zugreifen.

Bei der Farbwiedergabe lässt der Panasonic allerdings etwas stärker die Muskeln spielen: Er unterstützt das erweiterte BT.2020-Farbspektrum und sein Chrominanz-Prozessor produziert eine Farbechtheit erster Güte. "Der Marsianer" wird im Test nachweislich in einem 4:4:4-Farbverhältnis wiedergegeben, also interpoliert vom 4:2:0-Ausgangssignal der UHD-Scheibe.

Die hochkarätige Bildqualität bestätigt sich übrigens beim 4K-Upscaling von Naturaufnahmen der Full-HD-Blu-ray "Timescapes". Sowohl der Panasonic, als auch der Samsung liefern beim Hochrechnen auf - wie es schön heißt - "4K-ähnliche" Auflösung exzellente Farben und eine beeindruckende Detailgenauigkeit.

Nur in wenigen Sequenzen mit viel Bewegung bilden sich leichte Artefakte und minimale Unschärfen. Wenig Laune macht hier im Vergleich noch das Abspielen von DVDs. Ohne zumindest eine HD-Zuspielung wirken unsere XXL-TVs beinahe unbeholfen. Das DVD-Bild erscheint pixelig und grob. Dennoch ist es vor dem Kauf der hochpreisigen Player wichtig zu wissen, dass sie rückwärtskompatibel arbeiten.

Panasonic UB900 im Testlabor

© Josef Bleier

Panasonic UB900 im Testlabor: Die RGB-Messung fällt bei beiden Playern identisch aus, was stark auf die Nutzung des selben Chipsatzes bzw. Dekoders hindeutet. Beide Geräte zeichnen sich durch eine sehr korrekte Farbwiedergabe aus

Erfreulich: Die neuen Ultra-HD Blu-rays kommen vom Start weg ohne Regionalcodes aus. So lassen sich prima auch Titel aus den USA importieren, die hierzulande noch nicht erhältlich sind. Doch aufpassen: Die den Boxen meist beiliegenden, herkömmlichen Blu-rays sind wie bisher mit Regionalcodes ausgestattet, im Fall der USA mit Regionalcode "A". Sprich: Diese sind auf europäischen Playern (Region "B") nicht abspielbar, auch nicht auf dem UB900 oder dem K8500. Gleiches gilt für DVDs, die nicht mit "Region 2" gekennzeichnet sind.

Kennzeichnungen und Produktinformationen sind bei der Ultra HD Blu-ray ohnehin das A und O. Das Kleingedruckte auf der Coverrückseite lesen heißt mehr denn je zu verstehen, welche Qualität das Medium wirklich bietet, gerade auch in Sachen Klang. Schließlich sind das Format und das "Ultra HD Premium"-Siegel der UHD Alliance darauf ausgelegt, dass nebst 4K-Auflösung und HDR-Bild auch immersive Soundformate wie Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D fürs neue Heimkinoerlebnis sorgen.

Klangtest mit Dolby Atmos

Wir unterziehen unsere Probanden einem Atmos-Test an einem Onkyo TX-RZ800 AV-Receiver und einem 5.1.2-Setup mit Upfiring-Speakern von Elac. Und an dieser Stelle offenbaren sich bei Tests mit "Mad Max: Fury Road" und "Roger Waters - The Wall" die mitunter größten Unterschiede. Im Panasonic wurden mehrere Komponenten aus der HiFi-Welt verbaut, etwa besonders leistungsfähige Elektrolytkondensatoren, die für eine stabile Stromversorgung sorgen und besonders intensiven Klang möglich machen.

Der eingebaute Glimmerkondensator reduziert wiederum internes digitales Rauschen vom Netzkabel. Und so spielt der UB900 seine Qualitäten als audiophiler Charakter voll und ganz aus. Die Live-Klangwelten des Ex-Pink-Floyd-Frontmanns fliegen glasklar und in erfreulich guter Abstimmung durch den Hörraum. Das bislang wohlklingendste Klang-erlebnis mit dieser Scheibe. Und die wilden Actionszenen aus "Mad Max" erweisen sich als Paradebeispiel, wa-rum das objektbasierte Dolby Atmos gegenüber einem Mehrkanal-Setup noch einmal so viel besser klingt.

Lesetipp

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3D-Sound im Bitstream

Letzteres vermittelt der Samsung K8500 zwar durchaus auch, doch bleiben unseren Ohren auch seine klanglichen Limitationen nicht verborgen. Bei "The Wall" lassen die Höhen im Vergleich zum Panasonic nach. Und auch das 3D-Volumen im Raum kommt etwa weniger zur Geltung.

Für beide UHD-Player gilt: Wer 3D-Sound hören will, muss zuvor die Audio-Settings prüfen: beim Samsung-Modell im Menü unter "Ton" auf "Bitstream (unverarbeitet)" stellen, beim Panasonic unter "Audio" die Tonausgabe aller Formate auf "Bitstream" und den "BD-Video Zweitton" auf "automatisch" stellen. Schon erscheint beim Start des Films die "Dolby Atmos"-Kennung am AV-Receiver. Gleiches gilt für DTS:X. Ob wirklich immersiver Klang ausgegeben wird, lässt sich auch über die Wiedergabe-info checken. Wird am AVR etwa nur "Dolby Surround" angezeigt, sind nicht alle Vorraussetzungen erfüllt.

Lesetipp: UHD Blu-ray Player: Sony wartet noch ab

Wichtig ist: Der AVR muss grundsätzlich Atmos-, DTS:X-, oder Auro-fähig sein, respektive ein Firmware-Update dazu installiert haben. Und der Blu-ray-Player muss zwingend per HDMI verbunden sein. 3D-Ton übers optische Kabel ist nicht möglich. Wer den Klang darüber hinaus noch weiter verbessern will, erreicht dies durch getrenntes Ausspielen von Video- und Audiosignalen über den Twin-HDMI-Anschluss: Ein HDMI-Kabel geht somit direkt Richtung TV oder Beamer, eines aus dem zweiten HDMI-Ausgang Richtung AVR oder Soundanlage. Auf diese Weise lässt sich unnötiges Signalrauschen reduzieren.

Tipp am Rande: Heimkinofans, die einen 4K-TV und einen (allerdings nur 2K-) Projektor über ein und denselben Blu-ray-Player betreiben, können dazu ebenfalls die Twin-HDMI-Klemmen nutzen. Praktisch.

Fazit

Zugegeben, der frühe Einstieg in die neue Ultra-HD-Blu-ray-Ära ist ein durchaus kostspieliger. Auch, weil die Technologie vor den Player-Einsatz noch den Kauf eines 4K-(und HDR-)TVs gesetzt hat. Doch er lohnt sich.

Es war ein erhebendes Gefühl, die Marktpioniere zu testen. Der Samsung K8500 und der Panasonic UB900 sind, wie viele ihrer Full-HD-Vorgänger wahre Multitalente. Doch die Wiedergabe von 4K und HDR ist im besten Sinne die Krönung. Hoffentlich folgt schnell mehr Futter, denn die bislang spärliche Zahl an angekündigten Filmen stellt kaum einen zufrieden, der sich die neue Technik schon jetzt nach Hause holt.

Panasonic DMP-UB900 - Testwertung: sehr gut, 87 % - video Highlight

Der Preisunterschied der Probanden machte sich im Test vor allem bemerkbar, weil Panasonic bewusst vom Start weg mit einem High-End-Gerät einen Standard setzen wollte und deshalb in eine besonders edle Innausstattung investiert hat: alles zugunsten einer in Nuancen besseren Bildqualität und klangvolleren Optionen beim Sound.

Samsung UBD-K8500 - Testwertung: sehr gut, 82 % - video Kauftipp

Die Vorzüge des Samsung liegen dagegen mehr in der Leichtigkeit der Steuerung, der klug reduzierten Fernbedienung und in kürzeren Reaktionszeiten. Ein Profi- und ein Volksplayer stehen somit zur Wahl - mehr darf man zum Start eines neuen Formats vonseiten der Hersteller nicht unbedingt erwarten.

Extra: Damit wurde getestet

Normalerweise ist die Information über unser Testmaterial nicht mehr als eine Randnotiz. Doch bei einem neuen Format, das zum Testzeitpunkt noch nicht einmal im Handel war, galt für die Redaktion der Ausnahmezustand: Die Player sind da, doch womit testen? Sicherheitshalber importierten wir daher aus den USA die beiden Titel "Der Marsianer" (Fox) und "Sicario" (Lionsgate), die dank Erscheinungstermin Anfang März rechzeitig vor den Playern eintrafen.

Beide Boxen umfassten gleich drei Versionen des Films: Die Ultra-HD Blu-ray mit 4K- und HDR-Qualität, eine herkömmliche Blu-ray, sowie einen Gutscheincode für die digitale HD-Downloadversion. So werden auch hierzulande viele Titel veröffentlicht, damit - so hoffen die Anbieter - auch Filmfans, die noch keinen 4K-Player besitzen, bereits auf das neue Format zugreifen. Der "Marsianer" lieferte zu unserer Überraschung auch die deutsche Version mit, obwohl diese auf dem Cover nicht verzeichnet war. "Sicario" kam dafür mit 3D-Sound in Dolby Atmos zu uns, während Matt Damon in DTS HD Master Audio über den Mars wanderte.

Lesetipp: Ultra HD Blu-ray Filme: Alle Releases auf einen Blick

Erfreulich übrigens auch: Samsung lieferte den "Marsianer" gleich im Playerpaket mit. Der Panasonic wird "die Atmos-Titel Mad Max" und "San Andreas" im Bundle haben

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